Lochte verdoppelte WM-Ausbeute auf viermal Gold

Einmal Edelmetall für 200m Rücken
Einmal Edelmetall für 200m Rücken ©APA (epa)
US-Superstar Ryan Lochte hat am Freitag bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Shanghai seine Ausbeute an Goldmedaillen auf vier verdoppelt.

Zunächst hatte der 26-Jährige einen souveränen Sieg über 200 m Rücken gefeiert, ehe er gemeinsam mit Michael Phelps in der siegreichen Staffel über 4 x 200 m Kraul stand.

US-Gold gab es auch über 200 m Brust der Damen durch Rebecca Soni, bei den Herren siegte da der Ungar Daniel Gyurta. Die 100 m Kraul der Damen brachten einen Ex-aequo-Sieg.

Lochte blieb auf der langen Rückenstrecke in 1:52,96 Minuten nur 1,04 Sekunden über dem Weltrekord seines zurückgetretenen, aber dennoch im Rahmen dieser Titelkämpfe anwesenden Landsmanns Aaron Peirsol. Der Japaner Ryosuke Irie hatte sich Chancen auf den Titel ausgerechnet, verlor allerdings dann doch 1,15 Sekunden. Prompt kündigte der 21-Jährige für Olympia Revanche an. Bronze ergatterte mit Tyler Clary ein weiterer Athlet aus dem US-Team.

In der Staffel eröffnete Phelps, Lochte schüttelte als Schluss-Schwimmer die bei 600 m vorangelegenen Franzosen ab. Die beiden US-Stars siegten mit Peter Vanderkaay und Richard Berens in 7:02,67 Minuten mit 2,14 Sekunden Vorsprung. “Diesen Sieg wollte ich unbedingt, ich habe all meine Energie reingelegt”, sagte Phelps. Auf den Rängen wurde das in 7:05,67 fixierte Bronze Chinas bejubelt. Sehr stark die Deutschen als Vierte in 7:08,32, nachdem sie nur 3/100 vor den Österreichern in den Endlauf gerutscht waren.

Sein persönliches Erfolgserlebnis hatte dabei Startschwimmer Paul Biedermann, indem er als Erster übergab und damit im Gegensatz zum Einzelrennen über 200 m Kraul Phelps hinter sich ließ. Biedermanns Freundin Britta Steffen war schon davor nach ihrem am Vortag verkündeten WM-Rückzug in die Heimat zurückgeflogen. Damit verpasste sie den Gewinn der Bronzemedaille durch Landsmann Christian vom Lehn über 200 m Brust. Der erst 19-jährige WM-Debütant hatte nur 65/100 Rückstand auf den Sieger.

Der heißt wie bei der Rom-WM 2009 Daniel Gyurta. Mit seinen 2:08,41 schüttelte der Ungar den zweifachen Doppel-Olympiasieger Kosuke Kitajima um 22/100 ab. Der japanische Trainingskollege von OSV-Ass Markus Rogan war es zu schnell angegangen. Für Gyurta war die letzte Wende entscheidend: “‘Die habe ich sehr gut erwischt und mir da den entscheidenden Vorteil geholt.” Sollte Kitajima bei den Spielen den Spieß umdrehen können, wäre es sein dritter Olympiasieg über diese Strecke en suite.

Sonis Erfolg war erwartet worden, sie hatte über 100 m Brust überlegen gewonnen. Nach klarer Führung kam ihr Julia Jefimowa – auch eine Trainingspartnerin Rogans – auf der letzten Länge zwar noch nahe, 2:21,47 bedeuteten aber doch eine beruhigende dreiviertel Sekunde Vorsprung. Die 21-jährige Kanadierin Martha McCabe gewann Bronze. Die 100 m Kraul gingen in 53,45 Sekunden an die Dänin Jeanette Ottesen und die Weißrussin Aljaksandra Herasimenja, Bronze in 53,66 an die Niederländerin Ranomi Kromowidjojo.

In eine perfekte Position für den Gewinn seines dritten Golds begab sich Phelps mit seiner Semifinal-Bestzeit über 100 m Delfin, das Finale ist für Samstag angesetzt. Schon im Vorlauf hatte es Milorad Cavic erwischt, der Serbe hatte Phelps bei Olympia 2008 und WM 2009 jeweils ein packendes Gold-Duell geliefert. Ein prominentes Vorlauf-Opfer gab es mit dem französischen Europameister Frederick Bousquet auch im Kraulsprint. Die Brasilianer Bruno Fratus und Cesar Cielo Filho führen das Achter-Feld ins Finale.

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