Ländle fürchtet um Katastrophenschutz bei Strukturabbau

Hochwasser-Einsatz des Bundesheeres
Hochwasser-Einsatz des Bundesheeres ©VMH/Steurer
Bregenz - Vorarlbergs Sicherheits-Landesrat Erich Schwärzler spricht sich gegen eine Verringerung der Bundesheerstrukturen in Vorarlberg aus. Derzeit stehe die Befürchtung im Raum, dass die Kampfunterstützungskompanie in der Walgaukaserne aufgelassen werden solle, erklärte Schwärzler am Dienstag in einer Aussendung. Dagegen werde man sich "mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln" zur Wehr setzen.
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Eine Auflösung der Kompanie hätte zur Folge, “dass 70 Prozent unserer Präsenzdiener nicht mehr in Vorarlberg einrücken können”. Dabei habe sich in der Vergangenheit wiederholt gezeigt, dass gerade für den Katastrophenschutz die prompte Einsatzfähigkeit der Bundesheereinheiten unverzichtbar sei, sagte Schwärzler.

Bei der Bundesheerreform 2010 gab es die Übereinkunft zwischen Bund und Land, dass keine Kompanien in Vorarlberg aufgelöst werden, erinnerte der Landesrat. Verteidigungsminister Norbert Darabos solle sich “Einsparungsmöglichkeiten beim Grenzeinsatz im Burgenland überlegen, aber nicht die Sicherheit in Vorarlberg aufs Spiel setzen”.

In der Walgaukaserne in Bludesch sind die Stabskompanie, eine Jäger- und eine Kampfunterstützungskompanie des Jägerbataillons 23 stationiert. Das Bundesheer unterstützt die Vorarlberger etwa mit Lawineneinsatzzügen und bei den verheerenden Hochwassern 1999 und 2005 mit Aufräum- und Sicherungsarbeiten, Helikopterflügen sowie Brückenbauten.

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