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Flüchtlingskrise: So viel kostet die Krise die ÖBB

ÖBB-Chef Christian Kern.
ÖBB-Chef Christian Kern. ©APA/Herbert Neubauer
ÖBB-Konzernchef Christian Kern nennt eine Summe, wie viel die Flüchtlingskrise die Österreichischen Bundesbahnen im Summe kostet. Auch am Freitag berichten wir im Liveticker über die aktuellen Ereignisse.
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Die Flüchtlingskrise kostet die ÖBB heuer 15 Millionen Euro. “Das ist unerfreulich, aber es wirft uns nicht aus der Bahn”, sagte Konzernchef Christian Kern am Freitag in einem Interview mit den Bundesländer-Zeitungen und der “Presse”. Allerdings warnt Kern, dass die Bahn ihren Einsatz nicht auf Dauer aufrechterhalten könne. Probleme sieht er – unabhängig vom Flüchtlingsthema – im Güterverkehr.

Viele “Transitflüchtlinge” sind in Österreich mit der Bahn transportiert worden. “Eine motivierende Übung” sei das gewesen, weil es gezeigt habe, dass die Organisation ÖBB funktioniere. “Auf Dauer betrachtet kann dieses Leistungsspektrum aber nicht aufrechterhalten werden”, warnt Kern. Denn es gelinge kaum noch, Lokführer und Zugbegleiter zu zusätzlichen Schichten zu motivieren.

Salzburg: 20 Prozent Einbußen im Regionalverkehr

Beschädigte Zuggarnituren kommen laut Kern zwar vor, allerdings gebe es das etwa auch bei Fußballspielen: “Das ist nicht eine Frage von mangelndem Benehmen (der Flüchtlinge, An,.), sondern die Konsequenz davon, wenn sich sehr viele Menschen auf engem Raum aufhalten.”

Im Regionalverkehr in Salzburg gab es laut Kern Umsatzeinbußen “um die 20 Prozent”. Sorgen bereitet Kern unabhängig vom Flüchtlingsthema die Wirtschaftskrise, weil diese das wichtigste Geschäftsfeld der Bahn – den Güterverkehr – beeinträchtigt. “Von den 80 Stahlwerken (in Europa, Anm.) laufen 50 unter ihren Kapazitäten. Die Containerhäfen verzeichnen große Rückgänge”, beklagt Kern.

Der Liveticker zum Nachlesen

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