Nach dem Berlin-Anschlag: Aktuelle Ereignisse nach falscher Festnahme

Polizisten am betroffenen Weihnachtsmarkt in Berlin
Polizisten am betroffenen Weihnachtsmarkt in Berlin ©AFP / Tobias SCHWARZ
Paukenschlag in der Entwicklung der Ereignisse nach dem Berliner Anschlag: Bei dem als Tatverdächtigen festgenommenen Pakistani könnte es sich möglicherweise nicht um den Täter handeln. Der wahre Täter befindet sich anscheinend noch auf freiem Fuß, so ein Medienbericht.
Sobotka zur Lage in Österreich
Wien zeigt Solidarität mit Berlin
Verstärkte Polizei-Präsenz
Anschlag in Berlin: Bilder vom Tatort

“Wir haben den falschen Mann”, zitierte die deutsche Tageszeitung “Die Welt” am Dienstag aus nicht näher genannten “ranghohen Sicherheitskreisen”. “Der wahre Täter ist noch bewaffnet auf freiem Fuß und kann neuen Schaden anrichten”, hieß es weiter.

Berlin-Anschlag: Festgenommener stritt Tat ab

Dazu passte ein wenige Minuten nach Veröffentlichung abgesetzter Tweet der Berliner Polizei, in dem diese zu erhöhter Vorsicht aufruft: “Der festgenommene Tatverdächtige streitet derzeit die Tat am Breitscheidplatz ab. Wir sind daher besonders wachsam. Seien Sie es bitte auch.” Auch Innensenator Andreas Geisel kündigte an, die Präsenz der Polizei werde erhöht. Zudem werde das Sicherheitskonzept der Silvester-Feier überprüft.

Polizeipräsident bestätigt Zweifel

Die Ermittler sind sich nach Angaben des Berliner Polizeipräsidenten Klaus Kandt tatsächlich nicht sicher, ob der nach dem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt Festgenommene der Fahrer des Todes-Lkw war. “Es ist in der Tat unsicher, dass es der Fahrer war”, sagte Polizeipräsident Klaus Kandt am Dienstag. Die Ermittlungen dauerten an. Der Chef des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch, sagte, die Polizei sei weiter “hoch alarmiert”. Es sei noch unklar, ob der Angriff auf den Weihnachtsmarkt einen islamistischen Hintergrund habe. Kanzlerin Angela Merkel nannte es “besonders widerwärtig”, sollte ein Flüchtling die Tat begangen haben.

Der Tathergang im Überblick

Ein Schwerlaster fuhr am Montag um 20.02 Uhr in eine Budengasse des Weihnachtsmarktes an der Gedächtniskirche, die als ein Wahrzeichen Berlins bekannt ist. Zwölf Menschen wurden getötet, darunter der ursprüngliche Fahrer des aus Polen stammenden und vermutlich gestohlenen Lkw. Er sei als Beifahrer in der Fahrerkabine erschossen worden, sagte Frank. Verletzt wurden laut Bundesanwaltschaft 45 Personen, davon 30 schwer. Von den Getöteten waren bis zum Nachmittag nach Angaben der Behörden sechs Menschen identifiziert worden. Alle seien deutsche Staatsbürger.

Der Fahrer bei dem Anschlag flüchtete nach der Tat. Kurz vor 21.00 Uhr wurde ein Verdächtiger gefasst, bei dem es sich laut Sicherheitskreisen um einen 23-Jährigen aus Pakistan handelt. De Maiziere zufolge war er am 31. Dezember 2015 eingereist und registriert worden. Im Februar sei er in Berlin aufgetaucht, wo er in einer Flüchtlingsunterkunft lebte. Am Dienstagmittag verbreitete die Polizei aber Zweifel, dass der Mann der Gesuchte sei. “Möglicherweise haben wir noch einen gefährlichen Straftäter im Raum”, sagte Berlins Polizeipräsident Klaus Kandt. “Es könnte sein, dass die Ermittlungen noch sehr offen sind.” Die Waffe, mit der der polnische Fahrer erschossen wurde, blieb nach Angaben der Behörden verschwunden.

Zeuge verfolgte Mann, der aus dem LKW sprang

Ein Zeuge verfolgte nach Angaben der Polizei einen Mann, der aus dem Führerhaus des Lkw gesprungen sei. Die Person sei aber nicht lückenlos bis zur Festnahme des Verdächtigen unter Beobachtung gewesen, sagte Kandt. Generalbundesanwalt Frank kündigte an, die Auswertung von Spuren werde noch im Laufe des Tages zeigen, ob der Festgenommene der Täter sei. Bisher sei unklar, ob es einen oder mehrere Täter oder Unterstützer gebe.

“Wir haben in der Zwischenzeit keine Zweifel mehr, dass es sich bei dem schrecklichen Ereignis gestern Abend um einen Anschlag gehandelt hat”, sagte Innenminister Thomas de Maiziere zu Mittag. Der kurz nach der Tat festgenommene Mann stamme vermutlich aus Pakistan. “Er streitet die Tat ab.” Die Berliner Polizei rief per Twitter zur Wachsamkeit auf und warnte: “Gehen Sie verdächtigen Beobachtungen zu Ihrer eigenen Sicherheit bitte nicht selbst nach – dafür sind wir da.”

“Die Gefahr ist heute nicht größter, als sie gestern war”

Ein Bekenntnis der Extremistenmiliz Islamischer Staat gab es de Maiziere zufolge zunächst nicht. Laut BKA-Chef Münch war unklar, ob es einen islamistischen Hintergrund gibt. In zeitlicher Nähe zu einem solchen Anschlag sei mit einem erheblichen weiteren Attentatsrisiko zu rechnen, warnte er. Berlins Polizeichef Kandt sagte, die Lageeinschätzung sei unverändert: “Die Gefahr ist heute nicht größter, als sie gestern war.”

Den Anschlag nahmen verschiedene Politiker zum Anlass, die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung infrage zu stellen. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) sagte: “Wir sind es den Opfern, den Betroffenen und der gesamten Bevölkerung schuldig, dass wir unsere Zuwanderungs- und Sicherheitspolitik überdenken und neu ausrichten.” De Maiziere entgegnete: “Heute ist nicht der Tag, über Konsequenzen zu sprechen.” Die Chefin der rechtspopulistischen AfD, Frauke Petry, forderte, “dass unsere so unverantwortlich offen gehaltenen Grenzen endlich wieder kontrolliert werden”. Schon im vorigen Jahr wurden Grenzkontrollen wieder eingeführt.

Kanzlerin Merkel zur Tat

Merkel sagte zu, die Tat werde “aufgeklärt werden in jedem Detail, und sie wird bestraft werden, so hart es unsere Gesetze verlangen”. Es sei ein sehr schwerer Tag. Sie sei “entsetzt, erschüttert und tief traurig”. Es sei von einem “terroristischen Anschlag” auszugehen. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte den Anschlag. Papst Franziskus zeigte sich erschüttert. Bundespräsident Joachim Gauck sagte: “Das war ein Angriff auf unsere Mitte, auf unsere Art zu leben.”

Weihnachtsmärkte bleiben offen

Nach Beratungen der Innenminister wurde mitgeteilt, dass die Weihnachtsmärkte offen bleiben sollen. Nur in Berlin seien die Betreiber aufgerufen, die Weihnachtsmärkte aus Rücksichtnahme auf die Opfer und Angehörigen am Dienstag nicht zu öffnen. Die Berliner Polizei gab schon am späten Montagabend zunächst Entwarnung, dass keine weitere Gefahr bestehe. Der Anschlag weckt Erinnerungen an die Todesfahrt mit einem Lkw am 14. Juli auf der Strandpromenade im französischen Nizza. Dabei wurden mehr als 80 Menschen getötet und Hunderte verletzt. Die Sicherheitsbehörden warnen seit langem, Deutschland stehe wie andere Staaten im Fadenkreuz islamischer Extremisten.

LIVE-Ticker zu den aktuellen Ereignissen

Berlin-Anschlag: Live-Ticker nach der Todesfahrt am Weihnachtsmarkt

UNO-Generalsekretär sprach Opfern Beileid aus: UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hat den Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin als "terroristischen Angriff" verurteilt. Er drücke den Familien der Opfer sowie der Regierung und dem deutschen Volk sein tiefstes Mitgefühl und Beileid aus, erklärte Ban am Dienstag in New York.

Betroffenheit auch bei Kardinal Schönborn: Kardinal Christoph Schönborn hat am Dienstag mit Betroffenheit und Anteilnahme auf den Anschlag in Berlin reagiert. Er wünsche den Familien der Toten Beileid und empfinde "herzliche Anteilnahme an der Not der Verletzten", erklärte er laut "Kathpress" in einer schriftlichen Stellungnahme.





Papst kondoliert Familien der Opfer: Der Papst hat sich in einem Schreiben an den Berliner Erzbischof Heiner Koch "tief betroffen von der schrecklichen Gewalttat in Berlin" geäußert. Er bekundete den Hinterbliebenen "sein Mitgefühl und seine Nähe in ihrem Schmerz". Das Schreiben wurde von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichnet.

LKW am Freitag über den Brenner gefahren: Der LKW, mit dem der Anschlag in Berlin verübt worden ist, war aus Italien am vergangenen Freitag abgefahren. Der LKW hatte in einem Produktionswerk nahe Mailand Stahlkonstruktionen abgeholt, teilten italienische Sicherheitskräfte mit. Am Freitag gegen 18 Uhr hat das Fahrzeug die Brenner-Grenze passiert.

Terror-Experte: Auch Österreich muss aus Berlin-Anschlag lernen: Der Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin wird wichtige Lernschritte für internationale Sicherheitsbehörden bringen. Auch Österreich werde und müsse daraus lernen, da es ein potenzielles Anschlagziel sei. Zu diesen Schlüssen kam der Politologe Christian Tuschhoff am Dienstag: "Ob man zum Anschlagziel wird, hängt davon ab, ob mutmaßliche Terroristen ein entsprechendes Netzwerk vor Ort haben, um so einen Anschlag zu planen".
Für ihn unterscheidet sich Österreich nicht von anderen Anschlagzielen, wie Frankreich, Belgien oder Deutschland. Dass es im Vorfeld des Berlin-Anschlags keine Warnung oder Hinweise aus Geheimdiensten gegeben habe, deutet für Tuschhoff darauf hin, dass Täter und Hintermänner vermutlich auf anderen Wegen kommuniziert haben, die bisher nicht vom Geheimdienst erfasst werden.



Eine Polizeistreife am Wiener Christkindlmarkt vor dem Rathaus sorgt für Sicherheit (APA / HERBERT PFARRHOFER)

Auch Generalbundesanwalt zweifelt an Täterschaft: Die deutsche Bundesanwaltschaft hat mittlerweile bestätigt, dass sich der Attentäter von Berlin möglicherweise noch auf der Flucht befindet. Man müsse sich mit dem Gedanken vertraut machen, dass der festgenommene Mann aus Pakistan nicht der Täter sei, sagte Generalbundesanwalt Peter Frank am Dienstag in Berlin.

Tiroler Polizei setzt auf sichtbar erhöhte Präsenz: Die Tiroler Polizei setzt nach dem Anschlag in Berlin auf eine sichtbar erhöhte Präsenz von Exekutivkräften. "Wir fahren hoch, was hochgefahren werden kann", sagte Tirols Landespolizeidirektor Helmut Tomac. Die Präsenz im öffentlichen Raum, vor allem bei Christkindlmärkten und Kaufhäusern, werde nochmals verstärkt.

Über das Hinweisportal https://t.co/VgRGAV8AJB erreichen uns viele Videos & Fotos zum #Breitscheidplatz. #Danke dafür. Das hilft uns sehr.

Deutscher Bundespräsident: Hass der Täter wird uns nicht verführen: Deutschland wird nach den Worten von Bundespräsident Joachim Gauck auch nach dem Anschlag von Berlin keine Abstriche bei der Rechtsstaatlichkeit machen. "Der Hass der Täter wird uns nicht zu Hass verführen", sagte Gauck am Dienstag in Berlin. "Wir leben in einer starken Gemeinschaft, in der das Recht zählt und die Menschlichkeit. Sie sind das Fundament unseres Staates und unserer Gesellschaft. Sie sind der Boden, auf dem wir stehen", betonte der Präsident. "Unser Zusammenhalt wird nicht schwächer, er wird stärker, wenn wir angegriffen werden."

Betroffenheit bei Grünen, NEOS und Team Stronach: Mit Erschütterung hat Österreichs parlamentarische Opposition auf den Anschlag in Berlin reagiert. "Solche Nachrichten, gerade vor Weihnachten, sind schwer ertragbar und lassen uns ohnmächtig fühlen", erklärte etwa Grünen-Klubchefin Eva Glawischnig in einer Aussendung. Ebenso wie NEOS-Chef Matthias Strolz forderte sie eine umsichtige Reaktion.

Schärfere Sicherheitsmaßnahmen in Rom und Mailand: Die Sicherheitsvorkehrungen in Rom und Mailand wurden erhöht. Carabinieri, Polizisten und Militärs seien bei Anti-Terror-Kontrollen über die Weihnachtsfeiertage im ganzen Land im Einsatz, hieß es in Rom. Soldaten bewachen in den italienischen Städten sensible Einrichtungen wie Flughäfen, Bahnhöfe, U-Bahn-Stationen und Botschaften. Auch rund um den Vatikan wurden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft.

Polnischer Lkw-Fahrer weist Kampfspuren auf: Nach dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt mit einem LKW werden neue Erkenntnisse über den toten Beifahrer und ursprünglichen Fahrer des Sattelschleppers bekannt. Der Pole hat sich nach Angaben des Speditionsbesitzers in Stettin wahrscheinlich gegen den mutmaßlichen Angreifer gewehrt, der möglicherweise seinen LKW entführt hatte

Mehr Sicherheit auf deutschen Weihnachtsmärkten: Nach dem Anschlag von Berlin verstärkt die Polizei vielerorts in Deutschland die Sicherheitsvorkehrungen auf Weihnachtsmärkten. In der Hauptstadt sollen mehr Polizisten unterwegs sein, zudem sollen Betonpoller an bestimmten großen Weihnachtsmärkten Zufahrten versperren, wie der Sprecher von Innensenator Andreas Geisel am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Eine Kerze und ein Zettel mit der Aufschrift "Ich bin ein Berliner" vor der Deutschen Botschaft in Wien (APA / ROBERT JÄGER)

Beileidsbekundungen per Hashtag: Nach dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt haben zahlreiche Menschen in den sozialen Netzwerken ihr Beileid bekundet. Auf Twitter war einer der meist genutzten Hashtags #IchbineinBerliner - eine Anspielung auf den berühmten Ausspruch des früheren US-Präsidenten John F. Kennedy bei seinem Besuch in West-Berlin 1963.

Viele Nutzer riefen unter dem Schlagwort #PrayforBerlin auf Twitter dazu auf, für die Opfer und ihre Angehörigen zu beten. Stark genutzt wurde auch der Hashtag #JesuisBerlin. Er ist eine Abwandlung des Schlagworts "Je suis Charlie" (Ich bin Charlie), das sich nach dem Anschlag auf die französische Satirezeitung "Charlie Hebdo" im Jänner 2015 millionenfach verbreitete.

Strache ortet alarmierende Entwicklungen: Betroffen und entsetzt reagierte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache am Dienstag auf den Anschlag in Berlin. Strache sprach von einem "feigen und verabscheuungswürdigen Terroranschlag". Sein Beileid gelte den Angehörigen der Opfer, zugleich wünschte er den Verletzten gute Genesung und den Behörden Erfolg bei ihren Ermittlungen, so der FPÖ-Obmann bei einer Pressekonferenz.

Polizeipräsident bestätigt Zweifel: Die Ermittler sind sich nach Angaben des Berliner Polizeipräsidenten Klaus Kandt tatsächlich nicht sicher, ob der nach dem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt Festgenommene der Fahrer des Todes-Lkw war. "Es ist in der Tat unsicher, dass es der Fahrer war", sagte Polizeipräsident Klaus Kandt am Dienstag. Die Ermittlungen dauerten an.

Der festgenommene Tatverdächtige streitet derzeit die Tat am #Breitscheidplatz ab. Wir sind daher besonders wachsam. Seien Sie es bitte auch

Festgenommener laut Bericht von "Die Welt" vermutlich nicht Täter: Bei dem als Tatverdächtigen des Berliner Anschlags festgenommenen Pakistani könnte es sich möglicherweise nicht um den Täter handeln. "Wir haben den falschen Mann", zitierte die deutsche Tageszeitung "Die Welt" am Dienstag aus nicht näher genannten "ranghohen Sicherheitskreisen". "Der wahre Täter ist noch bewaffnet auf freiem Fuß und kann neuen Schaden anrichten", hieß es weiter.

Blumen und Kerzen sind in der Nähe der Gedächtniskirche in Berlin beim Weihnachtsmarkt abgelegt worden (Maurizio Gambarini/DPA)

Platter will intensivere Kontrollen an Brennergrenze: Der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) will angesichts des Anschlags in Berlin die Kontrollen im Grenzraum am Brenner noch intensivieren. Trotzdem könne man auch durch "noch so gute Kontrollen" derartige Anschläge nicht zu 100 Prozent verhindern, meinte Platter bei der Regierungspressekonferenz am Dienstag in Innsbruck.

Silvesterparty am Brandenburger Tor findet statt: Deutschlands größte Silvesterparty am Brandenburger Tor in Berlin soll trotz des Anschlags auf einen Weihnachtsmarkt am Montagabend stattfinden. Eine Absage sei nicht geplant, sagte eine Sprecherin des Veranstalters am Dienstag. Sie verwies darauf, dass die Feier am Brandenburger Tor "eine ganz andere Art von Veranstaltung" sei als ein Weihnachtsmarkt. Es gebe dort Einlasskontrollen, rund 600 Ordner seien im Einsatz. Rund um das Feiergelände sind Absperrgitter aufgestellt. Ob aus dem aus dem Anschlag bei der Gedächtniskirche Konsequenzen gezogen werden müssten, "schauen wir uns in Ruhe in den nächsten Tagen an", so die Sprecherin.

Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung: Kein Treffer zu Berliner Verdächtigem: Der Verdächtige des Anschlages auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin von Montagabend ist anhand der aus Deutschland übermittelten Personendaten überprüft worden. Dabei gab es keinen Treffer in den Datenbanken der österreichischen Sicherheitsbehörden. Das sagte der Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), Peter Gridling, am Dienstag im ORF-"Ö1"-Mittagsjournal. Er räumte aber ein, dass der nach dem Anschlag festgenommene Mann mehrere Identitäten benützt habe. Es sei daher nicht ausgeschlossen, dass er in Österreich unter einer anderen Identität auftrat und mit dieser in den heimischen Dateien auftauche.
13:02 | dherger

Polizisten patrouillieren am Dienstag verstärkt beim Weihnachtsmarkt nahe der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, wo sich der Anschlag ereignete (AFP PHOTO / Tobias SCHWARZ)
13:00 | dherger

Weiter keine Hinweise auf Österreicher unter Opfern: Nach dem Anschlag von Montagabend auf den Weihnachtsmarkt in Berlin gibt es weiter keine Hinweise auf Österreicher unter den Opfern. Das sagte der Sprecher des Außenministeriums, Thomas Schnöll, Dienstagmittag zur APA. Nach Informationen der APA dürften zwei Verletzte in Berlin Bürger anderer EU-Länder außerhalb Deutschlands sein. Dabei dürfte es sich aber nicht um Österreicher handeln.
12:57 | dherger

Anschlag in Berlin: Schockstarre, Grablichter und rote Rosen Nach dem mutmaßlichen Terroranschlag von Berlin liegt ein kleiner Strauß roter Rosen in der Nähe der Gedächtniskirche. Ein paar Kerzen brennen. Weiträumig ist der Ort des Grauens am Breitscheidplatz in der zum Einkaufengehen beliebten City-West mit rot-weißen Bändern abgesperrt. Polizisten laufen Streife.

Menschen hasten am abgesperrten Tatort vorbei, sie suchen einen Ersatzweg zur Arbeit. Viele können es noch gar nicht fassen. Die blinde Gewalt hat Berlin an der Gedächtniskirche, dem Symbol für Krieg und Zerstörung, erreicht.
12:55 | dherger

Ein Kondolenzbuch ist in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin ausgelegt worden. Deutsche Politiker verliehen hier ihrer Trauer am Dienstag Ausdruck. Auch Gottesdienste sind in Kirchen Berlins geplant. (AFP PHOTO / Tobias SCHWARZ)
12:51 | dherger

Van der Bellen verurteilt "abscheulichen Anschlag": Der designierte Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat am Montag den "abscheulichen Anschlag" in Berlin auf das Schärfste verurteilt. "Mein Mitgefühl gehört jenen, die unmittelbar vor Weihnachten ihre Lieben unwiederbringlich verloren haben sowie den Verletzten und ihren Angehörigen. Meine Solidarität gehört den Berlinerinnen und Berlinern", erklärt er in einer Aussendung.

"Der Anschlag in Berlin richtet sich gegen unsere Lebensweise", so Van der Bellen. "Wir müssen daher jetzt unser Leben weiterführen, sollten jedoch zu Weihnachten in Gedenken auch bei jenen sein, für die es die traurigsten Weihnachtstage sein werden. Und wir müssen dem Terror mit allen rechtsstaatlichen Mitteln begegnen sowie die Freiheit unserer Gesellschaft und unsere demokratischen Grundwerte verteidigen."
12:42 | dherger

Wien setzt auf mehr Polizei: Als Reaktion auf den Anschlag auf einen Christkindlmarkt in Berlin hat die Wiener Polizei die Präsenz ihrer Beamten an neuralgischen Punkten erhöht. Auch über Weihnachtsmärkte und Silvesterpfad wurde gesprochen. Mehr dazu hier.
12:40 | dherger

Berlin-Anschlag - Offenbar keine direkte Verbindung zu Österreich: Der Anschlag in Berlin "hat derzeit keinen direkten Bezug zu Österreich". Das sagte der Sprecher, des Innenministeriums, Karl-Heinz Grundböck, am Dienstag zur APA. Allerdings wurde geprüft, ob der offenbar aus Pakistan stammende Verdächtige des Anschlags im Vorjahr aus Österreich bei Passau nach Deutschland eingereist ist. Rein geografisch wäre das allerdings kein Wunder.

Grundböck wiederholte, dass derzeit "keine konkreten Hinweise auf eine geplante Attacke in Österreich bestehen". Der Sprecher weiter: "Allerdings besteht allgemein eine erhöhte Gefahr für Terroranschläge in Europa. Niemand kann derzeit irgendwo in Europa ausschließen, dass es zu Anschlägen kommt."
12:38 | dherger

Ein Passant befestigt ein Plakat am Ort des Anschlags in Berlin, Blumen und Kerzen wurden aufgestellt (Foto: Rainer Jensen/dpa)
12:20 | dherger

Kern und Mitterlehner verurteilen und kondolieren: Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) haben sich am Dienstag nach dem Ministerrat betroffen von dem mutmaßlichen Terroranschlag in Berlin gezeigt. Der Kanzler sprach in einem kurzen Statement von einer "entsetzlichen Tragödie", Mitterlehner versicherte Deutschland die Solidarität Österreichs.

"Das ist für uns alle ein furchtbarer Tag", sagte Kern. Er sprach von Schock, auch weil Berlin eine Stadt sei, die den Österreichern sehr nahe sei. Das Mitgefühl der Regierung gelte den Opfern und ihren Angehörigen. Auch der deutschen Kanzlerin Angela Merkel habe er bereits kondoliert. Ein besonderes Anliegen sei es ihm, "den Österreichern zu sagen, dass wir alles tun werden, was in unserer Macht steht, um den Schutz der Österreicher zu gewährleisten". Die Exekutive leiste hervorragende Arbeit, und die Sicherheit stehe schon länger im Fokus der Überlegungen auf Regierungsebene.
12:00 | dherger

Obama und Putin meldeten sich zu Wort: Merkel telefonierte am Dienstag auch mit US-Präsident Barack Obama. Er habe der Kanzlerin kondoliert und seine "tiefe Anteilnahme" ausgedrückt, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit. Zugleich versicherte der US-Präsident der Bundeskanzlerin die Unterstützung der USA zur Aufklärung der Hintergründe der Tat, erklärte Seibert.

Auch der russische Präsident Wladimir Putin hat sich "schockiert" über den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gezeigt. "Dieses gegen friedliche Zivilisten verübte Verbrechen schockiert durch seine Brutalität und seinen Zynismus", erklärte Putin am Dienstag.
11:57 | dherger

Merkel beruft das Sicherheitskabinett ein. Die zuständigen Minister und die Chefs der Sicherheitsbehörden wurden noch am Vormittag die Lage und mögliche Konsequenzen beraten, sagt die Kanzlerin. Die Tat werde bestraft werden, "so hart es unsere Gesetze verlangen - Merkel dankte den Ermittlern, die dabei seien, "diese unselige Tat aufzuklären" (AP Photo/Michael Sohn)
11:52 | dherger

Merkel: "Müssen von Terroranschlag ausgehen": Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geht davon aus, dass die Todesfahrt eines Lkw auf den Weihnachtmarkt in Berlin ein Terroranschlag war. "Wir müssen nach jetzigen Stand von einem terroristischen Anschlag ausgehen", sagte Merkel am Dienstag in Berlin.

"Ich weiß, dass es für uns alle besonders schwer zu ertragen wäre, wenn sich bestätigen würde, dass ein Mensch diese Tat begangen hat, der in Deutschland um Schutz und Asyl gebeten hat", fügte sie hinzu.
11:46 | dherger

Vicky Leandros sagt Konzert ab - stattdessen Gedenkmesse: Nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin hat die Sängerin Vicky Leandros ein für Dienstagabend geplantes Konzert abgesagt. Der Auftritt in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche werde nicht stattfinden, teilte die Konzertagentur Semmel mit. Um 18 Uhr soll in der Kirche der Gedenkgottesdienst für die Opfer des Anschlags stattfinden.
11:29 | dherger


11:26 | dherger

Polnischer Spediteur bestätigt Tod seines Fahrers: Der polnische Speditionsbesitzer hat den Tod seines Fahrers bestätigt, mit dessen Wagen der Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt begangen wurde. Er habe seinen Cousin auf einem Polizeifoto identifiziert, sagte Ariel Zurawski im polnischen Fernsehen. "Das Foto ist sehr drastisch." Er habe es zunächst nicht sehen wollen.

Der Frau des Lkw-Fahrers, die am Montag als letzte gegen 15.00 Uhr mit ihrem Mann telefonisch gesprochen haben soll, wurde es demnach nicht gezeigt. In den Stunden vor der Tat war der Pole nicht mehr zu erreichen. "Er war ein guter Fahrer, einer der letzten guten auf dem Markt", sagte Zurawski. Der Verstorbene hinterlässt seine Frau und ein 17-jähriges Kind.
11:25 | dherger

Polnischer Lkw-Fahrer vermutlich erschossen: Der polnische Beifahrer des mutmaßlichen Attentäters von Berlin ist nach Angaben des Innenministeriums des Bundeslands Brandenburg vermutlich erschossen worden. Der Pole hatte den Lastwagen nach bisherigen Erkenntnissen gefahren, bevor der Lkw in die Hände des Attentäters fiel. Der Mann, der erschossen in dem Lastwagen aufgefunden wurde, sei Opfer und nicht Täter, erklärte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter. Ob es sich dabei um eine Entführung gehandelt hat, ist noch unklar.
11:22 | dherger

Sobotka betonte, dass sich Anschläge von selbst radikalisierten Attentätern nicht in jedem Fall verhindern ließen. "Wir dürfen den Menschen nicht einreden, dass sie die 100-prozentige Sicherheit haben", betonte Sobotka.

Den Terror will Sobotka präventiv bekämpfen: Verdächtige würden überwacht, die Bevölkerung sei aufgerufen, verdächtige Vorfälle zu melden. Diesbezüglich werde man ab 1. Jänner das Programm "Gemeinsam Sicher" intensivieren. Erfolge sieht er bei der "Deradikalisierung", wo man im Vorjahr noch 115 Fälle gehabt habe, heuer aber nur noch 15. Außerdem müsse die EU-Außengrenze gesichert und die Flüchtlingsbewegung über das Mittelmeer "abgestellt" werden.
11:14 | dherger

"Wenn eine demokratische Gesellschaft vor Terrorismus in die Knie geht, ist es das falsche Signal." so Innennminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) am Dienstag (FOTO: APA/HELMUT FOHRINGER)
11:08 | dherger

Sobotka: Verstärkte Alarmbereitschaft bis 9. Jänner Die Einsatzeinheiten der Polizei, die Cobra und die Flughafenpolizei werden laut Sobotka bis 9. Jänner in "verstärkte Alarmbereitschaft" versetzt. Das hat Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) am Dienstag angekündigt. Demnach gibt es aber keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdung. Einen Grund, öffentliche Weihnachts- oder Silvesterfeiern zu meiden, sieht der Minister nicht.

Außerdem forderte der Minister die Veranstalter auf, die Sicherheitskonzepte für Weihnachtsmärkte zu überarbeiten. Im Gegensatz zu Deutschland gebe es aber weder auf Social Media noch auf sonstigen Kanälen Hinweise auf konkrete Bedrohungen.
11:05 | dherger

Kirchen zeigen sich entsetzt: Mit Entsetzen haben die Kirchen in Deutschland auf den mutmaßlichen Anschlag von Berlin mit zwölf Toten reagiert. "Die Nachrichten aus Berlin haben mich tief erschüttert", erklärte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, am Dienstag in Bonn. "Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen der Toten und Verletzten."

Marx rief die Menschen in Deutschland zugleich auf, nach dem Ereignis zusammenzuhalten. In dieser "schweren Stunde" für die Stadt Berlin und Deutschland gelte es, "dass wir als Gesellschaft zusammenstehen und zusammenhalten". Auch der Vorsitzende des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, sprach von einer "fürchterlichen Gewalttat". "Wir alle sind entsetzt über diese brutale und sinnlose Gewalt", erklärte er in Hannover. "So viele unschuldige Menschen sind ihr zum Opfer gefallen."
11:01 | dherger


11:00 | dherger

Andere Länder überprüfen Sicherheit: Nach dem mutmaßlichen Attentat von Berlin überprüfen Belgien und die Niederlande die Sicherheitsvorkehrungen an Weihnachtsmärkten. Die Gefahrenstufe ließen sie aber zunächst unverändert auf dem zweithöchsten Niveau, wie die Behörden am Dienstag mitteilten.
10:56 | dherger

Blumen wurden zum Gedenken an die Opfer des Anschlags in Berlin vor der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche abgelegt (AFP PHOTO / Tobias SCHWARZ)
10:53 | dherger

Deutsche Grüne warnen vor Überreaktionen: Nach dem mutmaßlichen Anschlag von Berlin mit zwölf Toten hat der deutsche Grünen-Chef Cem Özdemir vor Überreaktionen gewarnt. "Wir leben in einer sehr verrückten Welt", sagte er am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Die Antwort darauf sei aber "sicherlich nicht, dass wir jetzt durchdrehen, dass wir tun, was die von uns erwarten, dass wir unsere Gesellschaft in Hochsicherheitstrakte verwandeln".

"Es gibt keine absolute Sicherheit", sagte Özdemir. Dies sei jedoch "auch keine Entschuldigung, nichts zu tun". "Wir werden in Ruhe genau schauen, ob es irgendetwas gibt, das man besser machen kann", sagte Özdemir. Einschränkungen für Weihnachtsmärkte befürwortete er hingegen nicht. "Natürlich werden wir Weihnachtsmärkte künftig machen, das ist Teil unserer Kultur, wir werden das immer verteidigen", sagte Özdemir.
10:52 | dherger

AfD macht Flüchtlingspolitik mitverantwortlich: Die AfD hat die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung mitverantwortlich für den mutmaßlichen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gemacht. "Das Milieu, in dem solche Taten gedeihen können, ist in den vergangenen eineinhalb Jahren fahrlässig und systematisch importiert worden", erklärte die Parteivorsitzende Frauke Petry am Dienstag. "Deutschland ist nicht mehr sicher."

Petry forderte: "Die Polizei und die Geheimdienste müssen aufgerüstet, potenzielle Terroristen und sogenannte Gefährder rigoros abgeschoben werden." Die Grenzen müssten wieder kontrolliert werden. Auch müssten Moscheen, in denen der Jihad gepredigt werde, geschlossen werden.
10:48 | dherger

Flaggen am Parlament in Wien auf Halbmast: Die Fahnen auf und vor dem Parlamentsgebäude in Wien sind seit heute 9.30 Uhr bis morgen Sonnenuntergang auf Halbmast gesetzt. Die Trauerbeflaggung stehe im Zeichen der tiefen Betroffenheit über den Anschlag in Berlin, hieß es. Mehr dazu hier.
10:19 | dherger


10:17 | dherger

Einer der Toten offenbar erschossen: Unter den Toten auf dem Berliner Breitscheidplatz befindet sich nach Angaben von Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter auch eine Person, die erschossen wurde. Vermutlich handle es sich um einen polnischen Kraftfahrer, der allerdings Opfer und nicht Täter sei, sagte Schröter am Dienstag in Potsdam. Er berief sich dabei auf Angaben aus einer Telefonkonferenz der Innenminister der Länder.
10:15 | dherger

Hermann macht Flüchtlinge zum Thema: Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt fordert Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, offen über die Risiken durch die Aufnahme von Flüchtlingen zu sprechen. "Wir müssen uns jetzt mit der Frage beschäftigen, welche Risiken wir mit dieser großen Zahl von Flüchtlingen ins Land bekommen", sagte Herrmann am Dienstag im Bayerischen Rundfunk.

Der Bevölkerung könne nicht zugemutet werden, "das jetzt einfach weiter so laufen zu lassen, dass wir ein erhöhtes Anschlagsrisiko von Personen haben, die aus einer radikalen Islamismusverständnis heraus solche Anschläge begehen".
10:02 | dherger

Deutsches Bundeskriminalamt übernahm Ermittlungen: Das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) hat die Ermittlungen zu dem mutmaßlichen Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt übernommen. "Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof hat ein Strafverfahren eingeleitet und das BKA mit den Ermittlungen beauftragt", teilten die Wiesbadener Kriminalbeamten am Dienstag auf Twitter mit.

Das BKA ist für Straftaten zuständig, die die innere Sicherheit Deutschlands betreffen, insbesondere Terrorismus. Auch Innenminister Thomas de Maiziere sagte in der ARD, vieles spreche für einen Anschlag. Es habe aber "nicht einen konkreten Hinweis auf einen Weihnachtsmarkt" gegeben. Das Innenministerium ordnete für Dienstag bundesweite Trauerbeflaggung für sämtliche Behörden unter Bundesaufsicht an.
09:56 | dherger

Merkel kündigt für 11 Uhr Erklärung an: Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel will sich am Dienstagvormittag zu dem mutmaßlichen Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche äußern. Das Kanzleramt kündigte für 11 Uhr eine Erklärung "zur gestrigen Tat am Breitscheidplatz in Berlin" an.
09:53 | dherger

Terrorismusforscher: Hinweise auf IS-Anschlag: Der Terrorismusforscher Peter Neumann hält einen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin für sehr wahrscheinlich. "Die Taktik ist wie in Nizza und es passt in die Strategie des Islamischen Staates", sagte Neumann vom King's College in London der Deutschen Presse-Agentur. "US-Geheimdienste haben außerdem in den vergangenen Wochen vor Anschlägen auf Weihnachtsmärkten gewarnt," sagte der aus Deutschland stammende Radikalisierungsforscher. Es passe einfach alles zusammen.
09:45 | dherger

Polizei bestätigt Einsatz auf Tempelhof-Flughafen: Nach dem Anschlag mit einem Lkw auf einen Berliner Weihnachtsmarkt hat die Polizei einen Hangar auf dem früheren Flughafen Tempelhof durchsucht. Dort befindet sich Berlins größte Flüchtlingsunterkunft. Vier junge Männer Ende 20 aus dem Hangar 6 seien befragt worden, es gab aber keine Festnahmen, sagte Sascha Langenbach, Sprecher des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten, am Dienstag.

Der Einsatz, an dem auch Kräfte der Spezialeinheit (SEK) beteiligt waren, habe um 3.00 Uhr mit bis zu 250 Beamten begonnen. Die Kräfte seien dann aber reduziert worden. Die Lage sei ruhig gewesen. Um 8.00 Uhr sei der Einsatz beendet gewesen.
09:41 | dherger


09:36 | dherger

LKW wohl gegen 16 Uhr in Berlin entführt: Der Lastwagen, der in einen Berliner Weihnachtsmarkt gerast ist, könnte polnischen Medien zufolge am Montagnachmittag in Berlin entführt worden sein. GPS-Daten hätten gezeigt, dass der Wagen ab etwa 16 Uhr mehrmals gestartet worden sei, berichtete der Sender TVN24 unter Berufung auf die betroffene polnische Spedition bei Gryfino in der Nähe von Stettin.

Dabei könnte es sich um Versuche eines mutmaßlichen Entführers gehandelt haben, den LKW zu steuern, vermuteten polnische Medien. Gegen 19.45 Uhr habe der Wagen seinen Standort in Berlin endgültig verlassen, hieß es. Demnach hatte der LKW seit etwa Montagmittag vor einer Berliner Firma geparkt.
09:31 | dherger


09:30 | dherger

Laut dpa soll der Mann in einer Berliner Flüchtlingsunterkunft gelebt haben. Die genaue Identifizierung gestalte sich auch deswegen schwierig, weil der Verdächtige mehrere Namen benutzt haben soll. Die Ermittler gehen nach diesen Informationen davon aus, dass der Mann aus Pakistan oder aus Afghanistan stammt. Nach Informationen des RBB-Inforadios kommt er aus Pakistan.
09:29 | dherger

Verdächtiger soll über Balkanroute eingereist sein: Der nach dem mutmaßlichen Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt festgenommene Verdächtige ist nach Erkenntnissen der Behörden wohl als Flüchtling über die Balkanroute - und damit über Österreich - nach Deutschland eingereist. Laut der Deutschen Presse-Agentur reiste der Mann im Februar ein, das RBB-Inforadio berichtete, der Mann sei am 31. Dezember 2015 in Passau eingereist.
09:12 | dherger

Sobotka: Bitte Weihnachtsmärkte trotzdem besuchen: Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) hat am Dienstag dazu aufgerufen, sich "vom Terror nicht die Gebräuche und Lebensgewohnheiten nehmen" zu lassen. "Daher bitte ich alle, zwar mit der großer Sorgfalt solche Märkte oder Versammlungen trotzdem zu besuchen", sagte Sobotka im Ö1-"Morgenjournal".

Die polizeiliche Überwachung werde verstärkt, aber ein derartiger Anschlag könne überall passieren, so der Innenminister. "Sonst müssen wir das öffentliche Leben lahmlegen," sagte Sobotka. "Wir können diesem Terror nicht weichen, gerade eine freie und demokratische Gesellschaft muss auch die Kraft haben, dem zu widerstehen."
09:11 | dherger

Völlig zerstört ist die Front des Lkw, der derzeit vom Ort des Anschlags am Berliner Weihnachtsmarkt abstransportiert wird (AP Photo/Markus Schreiber)
09:03 | dherger

Lokalaugenschein am Vorfallsort: Der Lkw, mit dem ein Unbekannter am Montagabend auf einem Berliner Weihnachtsmarkt in die Menge gerast und zwölf Menschen getötet hatte, soll am Dienstagmorgen zur Spurensicherung abgeholt werden. Die Unglücksstelle in der Nähe der Gedächtniskirche war weiträumig abgesperrt.
09:01 | dherger

Polizei stürmt Flughafenhangar: Nach dem mutmaßlichem Terroranschlag in Berlin hat die Polizei offenbar eine erste heiße Spur. Laut der deutschen Zeitung "Die Welt" (Online-Ausgabe), hat ein Sondereinsatzkommando (SEK) der Polizei einen Hangar im stillgelegten Berliner Flughafen Tempelhof gestürmt. Dort sind Flüchtlinge untergebracht. Die Polizei lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.
09:00 | dherger

Der Besitzer des polnischen Lkw-Unternehmens hatte am Montagabend gesagt, dass er seit dem Nachmittag keinen Kontakt mehr zu dem Fahrer habe. Der leitende Speditionsmitarbeiter Lukasz Wasik sagte dem Internetportal money.pl, laut GPS-Daten des Lasters habe jemand das Fahrzeug am Montag mehrfach gestartet, obwohl es eigentlich bis zu seiner Entladung am Dienstag stehen bleiben sollte. "Es ist, als hätte jemand geübt, ihn zu fahren", sagte Wasik.
08:55 | dherger


08:54 | dherger


08:46 | dherger

Der Lastwagen hatte Stahlkonstruktionen aus Italien nach Berlin transportiert, berichtete Zurawski. Wegen einer Verzögerung habe der Fahrer bis zum Dienstag warten müssen und den Lastwagen in Berlin geparkt. Die Berliner Polizei teilte dagegen mit, es bestehe der Verdacht, dass der Sattelschlepper in Polen von einer Baustelle gestohlen worden sei.
08:44 | dherger

Details zu Lastwagen und Fahrer: Der Lastwagen gehörte einer polnischen Spedition, wie deren Eigentümer Ariel Zurawski dem polnischen Sender TVN 24 sagte. Der Fahrer, sein Cousin, sei seit etwa 16.00 Uhr am Montag nicht mehr zu erreichen gewesen. Für ihn könne er die Hand ins Feuer legen, dass er kein Attentäter sei. "Ihm muss etwas angetan worden sein", mutmaßte er.
08:38 | dherger

Polizei: Tot aufgefundener Pole steuerte Lkw nicht Nach dem Vorfall wurde in dem Lastwagen nach Polizeiangaben die Leiche eines polnischen Staatsbürgers gefunden. Doch der Lkw, der auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gerast ist, wurde nach vorläufiger Einschätzung der Polizei nicht von dem Polen gesteuert.

08:36 | dherger

Verdächtiger vom Weihnachtsmarkt soll Pakistaner sein: Die Berliner Polizei wollte sich zu den RBB-Informationen zu dem festgenommenen Verdächtigen zunächst nicht äußern. Der Mann war auf der Flucht vom Tatort festgenommen worden und wird verhört. Nach dpa-Informationen soll der Mann mehrere Identitäten genutzt haben.
08:30 | dherger

Der zerstörte Lastwagen in der Nähe der Gedächtniskirche in Berlin auf einem Gehweg. (Foto: Rainer Jensen/dpa)
08:20 | dherger

RBB: Verdächtiger reiste im Dezember 2015 über Österreich ein: Der Mann, der einen Lastwagen auf einen Berliner Weihnachtsmarkt gesteuert haben soll, ist nach Informationen des RBB-Inforadios Pakistaner. Der festgenommene mutmaßliche Täter sei am 31. Dezember 2015 in Passau nach Deutschland eingereist, berichtete der Sender am frühen Dienstagmorgen unter Berufung auf Sicherheitskreise. Der Polizei soll er bereits wegen geringfügiger Delikte bekannt sein.
08:17 | dherger


08:02 | dherger

Nach der Todesfahrt eines Lkw auf einem Berliner Weihnachtsmarkt geht die Polizei von einem Anschlag aus. Ein Lkw mit polnischem Kennzeichen war auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz, direkt am Kurfürstendamm und an der berühmten Gedächtniskirche, gefahren. Dabei waren am Montagabend nach aktuellem Wissensstand mindestens zwölf Menschen getötet und mindestens 49 verletzt worden.
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