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Radweg auf Linker Wienzeile sorgt wegen Wegfall möglicher Parkplätze für Unmut

Der Radweg auf der Linken Wienzeile wäre vorstellbar. / Symbolbild
Der Radweg auf der Linken Wienzeile wäre vorstellbar. / Symbolbild ©APA/HANS PUNZ
Seit einigen Jahren wird in Wien am Ausbau der Radwege gearbeitet. Nun ist auch der Lückenschluss des Radwegnetzes entlang der Linken Wienzeile vorgesehen, der laut dem ÖAMTC durchaus vorstellbar wäre. Allerdings sorgt der Wegfall der möglichen Parkplätze für Unmut.

Die Linke Wienzeile ist für Menschen, die mit dem Fahrrad unterwegs sind, mehr oder weniger problemlos zu befahren – stadtauswärts zumindest ab der Köstlergasse. Vom Getreidemarkt bis dorthin klafft hingegen eine Lücke. Die soll nun geschlossen werden. Die Pläne dazu werden noch erarbeitet, heißt es im Rathaus. Kritik an dem Vorhaben wird aber jetzt schon laut.

Wiener Naschmarkt: Radweg-Verlängerung sorgt für Unmut

Einmal mehr um den Wegfall möglicher Parkplätze – wobei hier zuletzt die Zahl 77 kolportiert wurde. Auch ein Taxistandplatz beim Theater an der Wien könnte betroffen sein. Denn der Gehsteig in dem betreffenden Bereich ist relativ schmal, sowohl einen Gehweg, einen Radweg und Parkplätze dort unterzubringen, gilt als kaum machbar – so man keine Fahrspur opfern möchte.

Im Büro der zuständigen Stadträtin Maria Vassilakou (Grüne) verteidigt man den für 2019 geplanten Lückenschluss. “Es geht bei diesem Projekt sehr stark um Verkehrssicherheit an einer heiklen Stelle”, versicherte ein Sprecher. Das gelte auch für Autofahrer, denn auch diese wollten Radfahrer nicht gefährden. Derzeit sei die Ausarbeitung eines detaillierten Projekts im Laufen, hieß es.

Für den ÖAMTC ist eine Umsetzung “durchaus vorstellbar”, wie am Freitag in einer Aussendung betont wurde. Der Verkehrsfluss dürfe aber “in keiner Form” behindert werden, zwei Fahrstreifen müssten jedenfalls erhalten bleiben. Kritisch sehe man den Verlust von Stellplätzen. Für diesen müsse Ersatz geschaffen werden, etwa durch eine Vergrößerung des Parkplatzes am Naschmarkt: “Dieser sollte dann unter den gleichen Bedingungen wie der bisherige Parkstreifen genutzt werden können.”

Radweg auf Linker Wienzeile für Verkehrssicherheit

Der Club ersuchte gleichzeitig, auch weitere Maßnahmen bereits zu planen. Denn der Radweg werde im Bereich des Getreidemarktes keinen direkten Anschluss an das bereits bestehende Netz haben: “Wenn die Pläne so umgesetzt werden, wäre ein Lückenschluss zur Friedrichstraße auf Höhe der Secession der nächste logische Schritt.” Der ÖAMTC warnte, dass dieser dann auf Kosten eines Fahrstreifens gehen könnte – da es in dem Bereich keine Parkspur gibt.

Kritik an dem Vorhaben kam von der ÖVP und der FPÖ. Die Freiheitlichen schlugen dabei als Alternative die Schaffung von Radwegen entlang der Naschmarkt-Marktstände vor bzw. plädierten für den Bau einer Naschmarktgarage.

Radweg: Wiener Bezirks-SPÖ skeptisch

Der angedachte Radwegbau an der Wienzeile beim Wiener Naschmarkt sorgt auch für Unbehagen bei der Bezirks-SPÖ. Der Lückenschluss sei “prinzipiell sinnvoll”, befand Bezirksvorsteher Markus Rumelhart (SPÖ) in einer Aussendung. Man solle jedoch “alternative Möglichkeiten” prüfen. Der Verkehrsfluss dürfe nicht eingeschränkt und die Sicherheit von Fußgänger und Radfahrer nicht gefährdet werden.

Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen sei das Projekt “nicht umsetzbar”, befand Mariahilfs SPÖ-Klubvorsitzender Gottfried W. Sommer. Die SPÖ befürchtet unter anderem negative Konsequenzen für die Ladezone am Naschmarkt oder für Schanigärten. Auch für Besucher des Theaters an der Wien gebe es dann weniger Platz, warnten die Bezirks-Roten.

Der von der Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou angekündigte Lückenschluss im Wiener Radwegenetz entlang der Linken Wienzeile ist bereits seit längerem in den Planungen der Stadt vorgesehen. Eine Umsetzung ist für den ÖAMTC durchaus vorstellbar, wenn der Verkehrsfluss auf dieser wichtigen Ausfahrtsstraße in keiner Form behindert wird. “Die Linke Wienzeile wird im betroffenen Bereich von rund 21.500 Kfz pro Tag befahren”, weiß ÖAMTC-Experte Nikolaus Authried.

Linke Wienzeile: Parkplätze sollen Radweg weichen

“Aus Sicht des Mobilitätsclubs ist es daher unbedingt erforderlich, dass entlang des betroffenen Streckenabschnitts die zwei bestehenden Fahrstreifen erhalten bleiben.” Kritisch sieht der Club den hohen Stellplatzverlust durch den geplanten Radweg. “Hier muss unbedingt Ersatz geschaffen werden, beispielsweise durch eine Vergrößerung des Parkplatzes am Naschmarkt”, führt Authried aus. “Dieser sollte dann unter den gleichen Bedingungen wie der bisherige Parkstreifen genutzt werden können.”

ÖAMTC: Radweg auf Linker Wienzeile möglich

Gemäß der vorliegenden Planung wird der Radweg im Bereich des Getreidemarktes allerdings keinen Anschluss an das bereits bestehende Netz haben. “Wenn die Pläne so umgesetzt werden, wäre ein Lückenschluss zur Friedrichstraße auf Höhe der Secession der nächste logische Schritt, der bislang wohl bewusst verschwiegen wird. Dieser würde auf Kosten eines Fahrstreifens gehen” warnt der ÖAMTC-Experte. Der Club fordert die Stadt Wien auf, diesbezügliche Pläne offenzulegen und einen breiten Diskurs anzustoßen, in den auch andere Meinungen und Vorschläge einfließen.

APA/red

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