Linke Demo gegen Burschenschafter-Ball

Die Ballveranstalter befürchten gewaltbereite Anarchos auf der Demo
Die Ballveranstalter befürchten gewaltbereite Anarchos auf der Demo ©APA
Am kommenden Freitag werden wieder rund 2.000 Gäste am Ball des Wiener Korporationsringes in der Hofburg erwartet. Im Vorfeld formiert sich bereits Widerstand: Das "Antinationale Bündnis Wien" hat zur Demo gegen den Ball aufgerufen.
Die Ausschreitungen 2009

Ein Bündnis aus linken Gruppen wird am Freitag den 28. Jänner gegen den Ball des Wiener Korporationsrings demonstrieren. Unter dem Motto “Jedes Jahr dieselbe Scheiße“ will man vom Praterstern bis zum Museumsquartier ziehen. Der Ball sei “die rechtsextreme Spitze eines reaktionären Eisbergs“, so die Organisatoren. Auch die SJ und die KPÖ werden an der Demo teilnehmen.

Demo soll friedlich verlaufen

Im vergangenen Jahr war die Demo gegen den Ball des Korporationsringes verboten. Trotzdem lieferten sich linke Gruppen eine Straßenschlacht mit der Polizei und steckten ein Fahrzeug der Exekutive in Brand. Heuer genehmigte die Polizei die Kundgebung, eine Chance die die Demonstrationsleiter nicht ungenützt lassen wollen: Sie rufen zu einer friedlichen Kundgebung auf bei der “nichts und niemand zu Schaden kommen soll“.

“Antifaschistischer Protest darf nicht kriminalisiert werden“, sagt SJ-Vorsitzender Stefan Jagsch vor der heurigen Kundgebung und kritisiert die seiner Meinung nach “massiven Behördenrepressionen des vergangenen Jahres“. FP-LAbg. Wolfgang Jung warnt unterdessen vor einer “Rot-Grünen Randaliererkoalition mit rabiaten Anarchos und gewaltbereiten Gruppen“. Er bekommt Unterstützung seines blauen Klubobmannes Johann Gudenus: “Wir hoffen, dass die Demo gewaltfrei abläuft, in den vergangenen Jahren haben die Demonstranten aber gezeigt, dass sie nicht auf Gewalt verzichten können.“

Protest lässt Organisationsteam unbeeindruckt

Ballorganisator Udo Guggenbichler lässt der Protest der Linken unterdessen kalt: Mehr als 2.000 Besucher will er heuer auf “seinem“ Ball willkommen heißen. Wer dieses Jahr die Festrede hält, wollte er sich nicht entlocken lassen, er sagte nur so viel: “Es wird ein Universitätsrektor sein“. Unter den Ballgästen wird auch heuer viel FPÖ-Politprominenz anzutreffen sein.

Die Polizei berät erst am Donnerstag über ihr Vorgehen, im Zuge der letztjährigen Kundgebung kam es zu massiven Sachbeschädigungen.

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