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Life Ball-Transgender-Plakat: FPÖ bringt Anzeige wegen Pornographie ein

Dieses Plakat bietet der FPÖ Grund zur Aufregung
Dieses Plakat bietet der FPÖ Grund zur Aufregung ©Vienna.at/Lukas Krummholz
Selten hat ein Werbesujet, das in Wien plakatiert wurde, derart für Aufregung gesorgt wie das aktuelle Life Ball-Plakat, das ein nacktes Transgender-Model mit und ohne Penis zeigt. Seitens der FPÖ, die das Sujet bereits kritisierte, kommt nun ein weiterer Vorstoß: eine Anzeige gemäß dem Pornographiegesetz.
Wirbel um Plakat
Life Ball-Plakat provoziert
Das umstrittene Sujet
Ball gegen Diskriminierung

FPÖ-Familiensprecherin und Bundesobfrau des Freiheitlichen Familienverbandes (FFV) Anneliese Kitzmüller, hat sich am Dienstag in einer Aussendung zu dem umstrittenen Plakat zum Life Ball 2014 zu Wort gemeldet.

Life Ball-Plakat ein Verstoß gegen das Strafrecht?

Sie ahndet hinter dem Plakat, gegen das zuletzt Parteikollege Herbert Kickl ein Einschreiten des Werberats forderte, einen Verstoß gegen das Strafrecht.

Zudem kritisiert sie durch das Sujet, welches das Transgender-Model Carmen Carrera einmal mit männlichen und einmal mit weiblichen Geschlechtsteilen zeigt, ein Überschreiten der “Grenzen des guten Geschmacks” und eine “sittliche Entgleisung, die wir als Befürworter eines traditionellen Familienbildes zutiefst ablehnen.”

Transgender-Sein: Ein neuer Hype?

Mehr noch, Kitzmüller vermutet scheinbar, dass das Sujet in irgendeiner Art und Weise zur Nachahmung animieren könne und Ausdruck einer Art “Trend” wäre, den sie ablehnt.

Denn sie wettert, dass das Plakat eine “Werbung für einen ‘Transgender-Hype’ ” sei. Kinder und Jugendliche würden ihr zufolge durch das Life Ball-Sujet mit “nackten Tatsachen zwangsbeglückt” und sie befürchtet als Resultat daraus “sittliche Gefährdung samt Irreleitung des Geschlechtstriebes”.

Gemeinsam mit dem FFV-Bundesvorstandsmitglied Detlef Wimmer bringe Kitzmüller aus diesen Gründen gegen die Verantwortlichen eine Strafanzeige gemäß dem Pornographiegesetz ein.

So ist das Life Ball-Sujet gemeint

Wie Life Ball-Organisator Gery Keszler bei der Präsentation des Plakats erläuterte, ist das Sujet jedoch anders zu verstehen, als von der FPÖ interpretiert: “In dem Bild geht es nicht um Sexualität, wie man auf den ersten Blick vermuten würde. Es geht um Identität und darum, dass es für die menschliche Würde und gegenseitigen Respekt keine Grenzen gibt”, so Keszler.

Hinter dem Sujet, das eigentlich nicht den Life Ball, sondern eine Ausstellung bewirbt, steckt übrigens kein Geringerer als der US-amerikanische Fotograf David LaChapelle. Dessen aktuelle Werkschau “Once in the Garden”, die ab 2. Juni in der Wiener Galerie OstLicht zu sehen ist, wird durch das Plakat beworben – dass es als “Life Ball-Plakat” verstanden wird, erklärt sich durch das Logo des Balles, der die Ausstellung sponsert.

Fotograf David Lachapelle erklärt sein Bild

Auf der offiziellen Life Ball-Website hat LaChapelle das umstrittene Sujet seinerseits erklärt: “Die Trennlinie zwischen den Geschlechtern ist längst verschwommen – jeder ist auf seine Art einzigartig. Für mich ist ein Körper nicht nur der Gegenstand zur Erfüllung sexueller Gelüste. Vielmehr beherbergt er auf wunderschöne Weise die Seele des Menschen – und genau das feiern wir in diesem Bild.”

Werberat wies Beschwerde ab

Für die FPÖ liefert das Life Ball-Sujet allerdings offensichtlich wenig Grund zum Feiern. Der Österreichische Werberat, bei dem man sich im Vorfeld schon beschwerte, hat die Aufforderung zum Einschreiten bereits mit dem Vermerk abgewiesen, dass der Werberat nicht für Werbung im Bereich Kunst und Kultur zuständig sei.

Ob und welche Auswirkungen die nun seitens der FPÖ getätigte Anzeige gegen das Life Ball-Plakat haben wird, bleibt abzuwarten.

(red)

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