Life Ball: Mini-Demonstration von Pornojäger Humer

Mini-Demo vor dem Wiener Burgtheater: Martin Humer und Mitstreiter
Mini-Demo vor dem Wiener Burgtheater: Martin Humer und Mitstreiter ©APA
Mehr Schaulustige als Mitstreiter haben sich am Samstagabend neben dem Burgtheater eingefunden, wo "Pornojäger" Martin Humer eine Demonstration "Gegen die Zweckentfremdung des Burgtheaters" veranstaltete.

Die Kulturstätte ist heuer erstmals Teil des Life Balls. Für sein Anliegen fand Humer allerdings nur wenige Mitstreiter. Knapp mehr als ein Dutzend Teilnehmer im Pensionistenalter versammelten sich – auf zwei extra aufgestellten Parkbänken sitzend – um mit ihm gegen das Event zu demonstrieren.

“Es ist ein Verbrechen, dass man das Burgtheater in diese Gaukelei miteinbezieht”, ärgerte sich Humer. Er ist dem Life Ball generell nicht wohl gesonnen: “Das ist eine sündteure Dummheit.” In seiner Rede erklärte er zudem: “Eine Krankheit gehört behandelt und nicht gefeiert.” Dies sei nur durch Enthaltsamkeit und nicht mit Kondomen möglich, denn: “Da schlüpfen die HIV-Erreger durch.”

Beim Publikum kam die Mini-Kundgebung weniger gut an: Von “Geht’s nach Haus'” über “Das ist ja lächerlich” bis hin zu “Vollidiot” lauteten die Zurufe der Zuhörer. Ein junges Paar meinte in Bezug auf Humer lachend: “Ein Spezialagent für den Herrn.” Einige posierten vor den sitzenden Teilnehmern für Erinnerungsfotos. Zwei Frauen stellten sich vor Humer und küssten sich – von anfeuerndem Gejohle unterstützt. Auch zwei verkleidete Männer, die gerade unterwegs zum Life Ball waren, machten kurz Halt um sich zu den Demonstranten auf die Bank zu setzen. Insgesamt verlief die Kundgebung friedlich.

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