"Licht aus": WWF EARTH HOUR am 30. März

Im Vorjahr beteiligten sich 188 Länder an der "Earth Hour" - hier der Royal Palace in Oslo.
Im Vorjahr beteiligten sich 188 Länder an der "Earth Hour" - hier der Royal Palace in Oslo. ©EPA
Am 30. März findet die weltweite Aktion EARTH HOUR bereits zum 12. Mal statt. In Österreich ist es um 20.30 Uhr soweit.

“Licht aus” für den Klimaschutz heißt es am 30. März. Weltweit findet die von der Naturschutzorganisation WWF ausgerufenen EARTH HOUR heuer bereits zum zwölften Mal statt. Damit soll ein Zeichen an Politik und Gesellschaft gesetzt werden. In Österreich wird es um 20.30 Uhr soweit sein. Zahlreiche Unternehmen und Sehenswürdigkeiten drehen ihre Lichter ab. Damit soll symbolisch auf die Folgen der Klimakrise und das damit verbundene Artensterben aufmerksam gemacht werden.

EARTH HOUR 2019: Politik soll aufgerüttelt werden

“Durch die Erderwärmung droht jede sechste Art auszusterben. Gerade die artenreichsten Ökosysteme wie Korallenriffe und Regenwälder sind besonders gefährdet, aber auch in unseren Breitengraden werden die Folgen der Erderhitzung für wichtige Ökosysteme immer sichtbarer – zum Beispiel durch den Gletscherschwund oder die zunehmende Erwärmung von Flüssen und Seen”, sagt der Experte für Artenschutz beim WWF Österreich Arno Aschauer.

Mit der EARTH HOUR soll die Politik aufgerüttelt und zu einer Trendwende beigetragen werden. “Einerseits müssen wir deutlich mehr für Klimaschutz und Energiesparen tun, andererseits auch unsere Natur besser schützen. Denn intakte Ökosysteme und biologische Vielfalt zählen zu den besten Versicherungen gegen die Klimakrise”, sagt Aschauer.

Artensterben in Österreich: Alarmierende Zahlen veröffentlicht

Von der Universität für Bodenkultur (Boku) wurden für den WWF Living Planet Report für Österreich Zahlen erhoben, diese sind alarmierend. Seit 1986 ist die Zahl der Wirbeltiere durchschnittlich um 70 Prozent gesunken. Das bedeutet einen rasanten Verlust von Vögeln, Fischen, Säugetieren, Amphibien und Reptilien. In den alpinen Regionen leiden etwa Schneehasen, Schneehühner und Bachforellen an den Folgen der Klimaerhitzung. Wetterextreme, längere Dürre- und Hitzeperioden, aber auch die Einwanderung neuer Arten und Krankheiten tragen zum Verlust bei. “Dazu kommt noch der menschliche Raubbau an der Natur. Je mehr Boden verbraucht wird, desto weniger Freiräume gibt es für unsere Natur, was auch Bienen und Schmetterlinge immer stärker belastet und letztlich auf uns Menschen zurückfällt”, so Aschauer.

“Licht aus”: Erste Zusagen für die EARTH HOUR 2019

Erste Zusagen für die EARTH HOUR 2019 kamen bereits von Innsbruck, Klagenfurt und Salzburg. Neben diesen Landeshauptstädten bekennen sich auch viele weitere Städte, Gemeinden und Unternehmen aktiv zum Schutz unseres Klimas und verdunkeln als Symbol dafür ihre wichtigsten Gebäude. Im Vorjahr beteiligten sich insgesamt 188 Länder. Rund 18.000 berühmte Wahrzeichen schalteten für eine Stunde ihre Lichter ab, darunter auch die Oper in Sydney, der Big Ben in London, das Empire State Building in New York, die Pyramiden in Ägypten und der Eiffel Turm in Paris.

Alle Informationen zur internationalen EARTH HOUR gibt es online.

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