Leiter des „Circus- und Clownmuseums“ gestorben

Wie erst jetzt bekannt wurde, ist der renommierte Zirkus-Historiker Berthold Lang bereits am 13. Dezember 2004 im Alter von 69 Jahren in Wien verstorben. Die Beisetzung auf dem Friedhof Pötzleinsdorf fand laut Rathauskorrespondenz in aller Stille am 18. Jänner statt.

Lang widmete sein Leben der ehrenamtlichen Erforschung und Dokumentation der Geschichte des Zirkus und der Clownfigur und fungierte von 1974 bis zu seinem Ableben als Leiter des „Circus- und Clownmuseums“ (heute: „Museum für Unterhaltungskunst (MUK)“) in Wien-Leopoldstadt.

Berthold Lang (1935 – 2004), dem 1988 der Berufstitel „Professor“ verliehen wurde, arbeitete im Hauptberuf als Prokurist in einem großen Tuchhaus, zuletzt war er Pensionist. Unermüdlich setzte er sich für „sein“ Museum ein. Als Verfasser zahlreicher Publikationen sowie als sachkundiger Gestalter von Ausstellungen in den Museumsräumlichkeiten und an verschiedenen anderen Orten hat sich Lang einen exzellenten Ruf als Zirkus-Historiker erworben.

Aus einer Privat-Sammlung machte der umtriebige Zirkus-Historiker, der zwischen 1999 und 2003 auch Präsident der „Arbeitsgemeinschaft der Wiener Bezirksmuseen“ war, ein gut besuchtes Museum mit gewaltigen Archiv-Beständen. Rund 100.000 Exponate besitzt das Museum, darunter alte Fotografien, Plakate, Requisiten, Kostüme, Programme, Bücher, Zeitschriften und Eintrittskarten. Ausgesuchte Stücke werden in einer Dauer-Ausstellung gezeigt, der Rest wird im Zuge wechselnder Sonder-Schauen präsentiert. Das „Museum für Unterhaltungskunst (MUK)“ soll in seinem Sinne weitergeführt werden.

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