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"Lebendiger Rhein"

Im Int. Jahr des Süßwassers haben Naturschutzbund, Lebensministerium und Bundesforste Projekte in den Mittelpunkt ihrer Kampagne WasSerleben gestellt.

Unter dem Motto “Zeigen wie’s geht“ wird präsentiert, wie Feuchtgebietsschutz funktionieren kann – als Vorbild und Impuls für weitere Initiativen. In Sachen Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit wurde die grenzüberschreitende Kampagne “Lebendiger Rhein“ als Best Practice Projekt ausgewählt.

Mehr Leben für den Alpenrhein

Mit dem Projekt “Lebendiger Rhein“ wollen Naturschutzbund Vorarlberg, Pro Natura St.Gallen-Appenzell, WWF Graubünden, WWF St.Gallen-Appenzell und Liechtensteinische Gesellschaft für Umweltschutz die Bevölkerung für den Alpenrhein als größten Gebirgsfluss Europas sensibilisieren. An den Mastrilser Auen – den einzigen noch intakten Auen des Alpenrheins – lässt sich sein ursprünglicher Flusscharakter noch erahnen. Auf vielen Strecken fließt der Rhein jedoch eingesperrt zwischen hohen Dämmen und seine Seitengewässer sind abgeschnitten. Die täglichen Wasserstandsschwankungen durch den Schwallbetrieb der Kraftwerke entwerten den „WasSerlebensraum“ zusätzlich. An Fischarten ist der Alpenrhein völlig verarmt. Von den ursprünglich 30 Arten, kommen nur mehr 17 vor. Häufig sind es gar nur mehr sechs Arten. Ein Revitalisierungsprogramm für diese länderverbindende Lebensader ist mehr als notwendig, um eine Wiederbelebung des Alpenrheins, mehr Ökologie und Hochwassersicherheit zu erreichen. Eine große Chance dazu bietet das Entwicklungskonzept Alpenrhein der Internationalen Regierungskommission Alpenrhein (IRKA) und der Internationalen Rheinregulierung (IRR).

Zusammenarbeit – über Grenzen hinweg!

Fünf Umweltorganisationen aus drei Ländern unterstützen dieses Entwicklungskonzept mit der Sympathiekampagne “Lebendiger Rhein“. Die Umweltorganisationen fordern gleichzeitig, dass die Ökologie beim Entwicklungskonzept gegenüber anderen, teilweise gegenläufigen Interessen gebührend berücksichtigt wird. Mit einer Veranstaltungsreihe – Wanderungen, Exkursionen, Erlebniscamps, Vorträge – sollen die Herzen der Menschen gewonnen, der Rhein als Lebensraum und Lebensader thematisiert und in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses gerückt werden. Mehr Informationen unter www.lebendigerrhein.org.

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