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Laudamotion fliegt ab Juni 2018: Buchungsplattform bereits online

"Die Laudamotion muss nach Wien zurück", so Lauda.
"Die Laudamotion muss nach Wien zurück", so Lauda. ©APA
Die Fluglinie Laudamotion startet in Österreich erst im Juni, die Buchungsplattform ist bereits seit Freitag online. Im Sommer sollen fünf Flieger in Wien stationiert werden, so Niki Lauda im Rahmen einer Pressekonferenz. Im ersten Jahr geht er von roten Zahlen aus.
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Laudamotion-Pressekonferenz

Der Niki-Nachfolger Laudamotion von Ex-Formel-1-Weltmeister Niki Lauda nimmt erst im Juni Flüge ab Österreich auf. Die Fluglinie startete am Freitag ihre Buchungsplattform auf laudamotion.com.

Im Sommer sollen fünf Flieger in Wien stationiert werden, erklärte Lauda auf einer Pressekonferenz. Die Kooperation mit dem Lufthansa-Billigflieger Eurowings hängt von den Wettbewerbsbehörden ab.

Lauda-Fluglinie startet in Österreich im Juni

“Die Laudamotion muss nach Wien zurück”, sagte Lauda. Ab Wien plant Laudamotion Flüge nach Spanien (Mallorca, Ibiza und Malaga), Italien (Pisa und Brindisi), Griechenland (Kreta, Santorin und Kalamata) sowie Zypern (Paphos). Von Salzburg, Graz, Innsbruck und Linz fliegt Lauda nach Mallorca. Von den 1.000 Niki-Mitarbeitern seien nun 641 bei Laudamotion. Piloten habe er genug, er brauche aber noch 55 Flugbegleiter, dafür werde es Castings geben, kündigte Lauda an.

In Deutschland startet Lauda bereits in neun Tagen: Der Erstflug ist am 25. März ab Düsseldorf geplant, wie Laudamotion nun offiziell bestätigte. Laudas Flotte wird vorerst 14 Flugzeuge umfassen, soll aber auf 21 Jets anwachsen, alle geleast, wie es hieß. Mit Condor ist bereits eine Kooperation fixiert. Verkehrsleitstelle und Crewplanung übernimmt der deutsche Ferienflieger als Dienstleister. Im Gegenzug vermarktet Condor Laudamotion-Flüge.

Kooperation mit Eurowings und Lufthansa noch offen

Die geplante Zusammenarbeit mit der AUA-Mutter Lufthansa bzw. der Konzern-Billigtochter Eurowings macht Lauda von der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) abhängig. Am Freitagnachmittag finde ein Gespräch mit BWB-Chef Theodor Thanner statt. Lauda will, dass auch Eurowings Tickets für Laudamotion-Flüge verkauft, um seine Flieger besser auszulasten.

Dass er ganze Flugzeuge samt Crews an den Mitbewerber vermieten darf, halten Lauda und sein Anwalt aus Wettbewerbsgründen für eher unwahrscheinlich. Wetlease-Flüge für Eurowings auf Laudamotion-Slots schloss Lauda dezidiert aus.

Lauda erwartet im ersten Jahr Verlust

In puncto Erfolg geht Lauda im ersten Jahr von roten Zahlen aus. “Ich rechne damit, dass wir über den Sommer, ich hoffe, einstellige Millionen verlieren werden, was ganz normal ist”, so Lauda am Freitag. Ab dem zweiten Geschäftsjahr will Lauda bereits Geld verdienen, um sich seine Investitionen zurückzuholen.

Operationell sei Laudamotion an Condor angeschlossen. Condor erstelle die Flugpläne, teile die Crews ein und koordiniere die Tankwägen, erklärte Lauda. Auch beim Catering orientiert sich Laudamotion zunächst am Bezahl-Angebot von Condor, sein Vertrauter, Do&Co-Chef Attila Dogudan, unterstütze ihn aber, sagte Lauda. Nach dem anfänglichen Kompromiss soll aber später Do&Co als Caterer an Bord kommen.

Aufgrund steigender Passagierzahlen könnte Laudamotion Reisende der AUA-Schwester Eurowings bei Kapazitätsproblemen übernehmen, so Lauda. Es gebe darüber ein Grundverständnis mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr. “Wir können aber erst dann anfangen darüber konkret nachzudenken, wenn die Wettbewerbshüter es auch so sehen”, stellte Lauda klar. Lauda schwebt offenbar vor, dass Eurowings in die Laudamotion-Flüge “hineinbuchen” kann, wie er es nannte. Also dass sowohl Laudamotion als auch Eurowings – jeder zu seinem Preis – ein Ticket für einen Laudamotion-Flug verkaufen kann. Eine Preisabsprache soll es dabei nicht geben.

Relaunch im Herbst geplant

Für den Herbst ist ein Relaunch geplant, bei dem die Mitarbeiter neue Uniformen erhalten. Erst über den reiseschwachen Winter sollen die ehemaligen Air-Berlin-Flieger umlackiert werden. Pro Jet dauert das laut Lauda drei Wochen. Bis dahin überklebt Lauda den Air-Berlin-Schriftzug mit einem roten Laudamotion-Sticker, das rote Air-Berlin-Logo am Heck bleibt vorerst.

Ein Teil der Flieger, mit den Laudamotion abhebt, ist wegen der Wirren nach der Air-Berlin-Pleite im Besitz der Lufthansa, sie werden nun von Lauda lediglich geleast. Für weitere sieben geplante Maschinen soll am Markt ein anderer Leasinganbieter gefunden werden. Lauda kündigte an, in der Folge auch neue Flugzeuge von Airbus kaufen zu wollen.

Lauda bestätigte, dass er für die Geschäftsteile der insolventen Air-Berlin-Tochter Niki rund 47 Mio. Euro bezahlt habe. Weil er zunächst nur 14 oder 15, später 21 Flugzeuge betreiben wird, habe er allerdings nicht alle rund 1.000 Niki-Mitarbeiter gebraucht, aktuell beschäftige er 641 Leute.

Lauda, AUA und Lufthansa klopften bei BWB an

Nicht nur Niki Lauda, sondern auch AUA-Chef Kay Kratky und Lufthansa-Konzernboss Carsten Spohr haben am Freitagnachmittag bei BWB-Chef Theodor Thanner vorgefühlt, ob eine Kooperation zwischen Laudamotion und der Lufthansa-Gruppe möglich wäre. Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) bestätigte gegenüber der APA ein entsprechendes Spitzengespräch in Wien in den Räumlichkeiten der Kartellbehörde. “Es ging um die Frage, ob Lauda für die Lufthansa fliegt. Es gab einen offenen, positiven Gedankenaustausch. Alle Informationen, die wir brauchen wurden auf den Tisch gelegt”, sagte die BWB-Pressesprecherin Sarah Fürlinger im Anschluss an das Treffen zur APA.

Die Sache dürfte sehr kompliziert sein. Es sei vereinbart, dass es auf Expertenebene noch einen weiteren Austausch gibt, so die Behördensprecherin. “Wir wollen nach Ostern sagen, ob das jetzt möglich ist oder ob wir Bedenken haben. Für uns ist es wichtig als Wettbewerbsbehörde, dass solche Verträge nicht zu Wettbewerbsverzerrungen führen und genau das werden wir prüfen.”

Eine enge Kooperation, bei der Laudamotion Flugzeuge samt Besatzung an Lufthansa, AUA oder Eurowings vermietet (sogenanntes Wetlease) ist dem Vernehmen nach doch nicht gänzlich vom Tisch, gilt aber kartellrechtlich als heikel. Für ein Wetlease, das Österreich nicht betrifft, ist nicht die BWB, sondern das deutsche Bundeskartellamt zuständig.

Lauda selbst hatte am Vormittag in einer Pressekonferenz gesagt, dass er und sein Anwalt ein solches Wetlease aus Wettbewerbsgründen für eher unwahrscheinlich halten. Lauda sprach stattdessen von einer Vertriebskooperation.

Lufthansa-Chef Spohr hatte am Donnerstag bei seiner Bilanzpräsentation davon gesprochen, dass mit Lauda über den Einsatz von acht bis zehn Jets für die Marke Eurowings verhandelt wird. Ein Teil könnte demnach samt Laudamotion-Crews für Eurowings angemietet werden, für den anderen Teil würde Eurowings nur Sitzplätze vermarkten.

(APA/Red)

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