LASK-Chef Reichel hofft auf Lizenz und Aufstieg

Aus sportlicher Sicht hätte es für den LASK in den vergangenen Tagen kaum besser laufen können. Vor Wochen schon abgeschrieben, haben die Oberösterreicher nach dem 1:4 von WAC/St. Andrä gegen Hartberg den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga wieder in der eigenen Hand. Zur Rückkehr ins Oberhaus fehlen den Linzern aber neben den zwei Punkten auf den WAC auch nach der ersten Instanz noch die Lizenz.


Clubpräsident Peter-Michael Reichel glaubt dennoch daran, die Spielgenehmigung für 2012/13 in zweiter Instanz durch das Protestkomitee bis Dienstag zu erhalten. “Wir haben ein vorsichtiges Budget abgegeben, das völlig ausfinanziert ist. Und es werden Klarstellungen und weitere Dokumente nachgeliefert”, sagte Reichel.

Dass es mit der Lizenz in erster Instanz nicht geklappt hat, erklärte der 59-Jährige mit der Nicht-Erfüllung von Auflagen, die dem LASK im Vorjahr bei der Erteilung der Spielgenehmigung auferlegt wurden. “Da sind Sachen nicht so dokumentiert worden wie verlangt. Aber wirtschaftlich geht es uns wesentlich besser als 2011. Wir werden diese Saison mit einem Gewinn abschließen.”

Allerdings beträgt das “negative Eigenkapital” laut Reichel noch immer 1,6 Millionen Euro. “Das schleppen wir seit den 1990er-Jahren mit”, betonte der Oberösterreicher, der in der Vergangenheit selbst Geld in den LASK steckte und sich daher als “größter Gläubiger des Vereins” bezeichnet.

Seit zwölf Jahren führt Reichel die Geschicke des Traditionsclubs – nicht immer zur Freude von Verantwortungsträgern in Linz. Gerüchte über Investorengruppen, die beim LASK einsteigen könnten, machen regelmäßig die Runde, doch der Oberösterreicher schenkt ihnen keinen Glauben. “Ich erfahre davon immer nur aus den Medien, mit mir hat noch keiner gesprochen. Ich habe aber schon immer die Kräfte bündeln wollen nach dem Grundsatz: Je mehr einer zahlt, desto mehr hat er beim Club zu reden.”

Im Moment hat Reichel das alleinige Sagen über jenen Club, der laut seinem Präsident nach Rapid, Austria und Sturm Graz (und vor Red Bull Salzburg) der viertgrößte des Landes ist, was Fan-Potenzial und Bekanntheit betrifft.

  • VIENNA.AT
  • LASK-Chef Reichel hofft auf Lizenz und Aufstieg
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen