Landtagswahl in Tirol: Erste Reaktionen zur Hochrechnung

Das sind die ersten Reaktionen nach der Landtagswahl in Tirol.
Das sind die ersten Reaktionen nach der Landtagswahl in Tirol. ©APA
Erwartugsgemäß konnte Tirols amtierendes Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) bei der Wahl zulegen. Das sind die ersten Reaktionen der Parteien zur ersten Hochrechnung der Landtagswahl.
Landtagswahl Tirol: Freude bei ÖVP
Erste Hochrechnung zur Landtagswahl
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Tirols amtierender Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) hat am Sonntag bei der Landtagswahl die Weichen für seine dritte Periode als Landeschef gestellt. Die Volkspartei übersprang laut ersten Hochrechnungen nicht nur die als Ziel gesetzte 40-Prozent-Hürde deutlich, sondern der 63-Jährige kommt auch in den Genuss, zumindest aus drei Parteien den künftigen Koalitionspartner wählen zu können.

Kurz über ÖVP-Ergebnis erfreut: “Erwartungen übertroffen”

Hoch erfreut über den laut Hochrechnungen klaren ersten Platz der Volkspartei bei der Tiroler Landtagswahl hat sich am Sonntag ÖVP-Chef Sebastian Kurz gezeigt: “Das Tiroler Wahlergebnis hat unsere Erwartungen übertroffen”, gratulierte er in einem Statement gegenüber der APA Landeshauptmann Günther Platter zum Wahlsieg und den Zugewinnen.

Kurz bedankte sich auch bei allen Funktionären und Helfern. Seit der Landtagswahl 2009 in Oberösterreich sei dies die erste Landtagswahl mit Zuwächsen für die Volkspartei. Das Tiroler Ergebnis zeige vor allem, dass nach der Nationalratswahl und der niederösterreichischen Landtagswahl auch die Tiroler “die Sacharbeit, das Miteinander und den neuen Politikstil mit Zustimmung belohnen”, meinte Kurz. “Das Tiroler Ergebnis gibt auch uns auf Bundesebene nochmals kräftigen Rückenwind.”

FPÖ-Spitzenkandidat Abwerzger “sehr zufrieden”

FPÖ-Spitzenkandidat Markus Abwerzger hat sich mit den Zugewinnen der Freiheitlichen “sehr zufrieden” gezeigt. Ein Plus von annähernd sieben Prozent ist ein “sehr gutes Ergebnis”, sagte Abwerzger der APA. Ein “Wermutstropfen” sei das voraussichtliche Verfehlen von Platz zwei.

Mit dem zweiten Platz rechnete Abwerzger trotz einer nach wie vor möglichen Chance nicht mehr und verwies darauf, dass vor allem Innsbruck noch nicht ausreichend ausgezählt sei. Die Chancen auf eine Regierungsbeteiligung sah der FPÖ-Chef hingegen aber nach wie vor intakt. “Die Chance steht 50 zu 50. Wir sind zu Gesprächen bereit”, erklärte der FPÖ-Chef.

Strache freut sich über “ausgezeichnetes Ergebnis”

FPÖ-Bundesparteiobmann und Vizekanzler Heinz-Christian Strache hat sich am Sonntag erfreut über ein “ausgezeichnetes Ergebnis” bei der Tiroler Landtagswahl gezeigt. Die FPÖ lasse sich auch “von Schmutzkübelkampagnen nicht bremsen”, betonte Strache in einer Aussendung.

“Die FPÖ hatte einen Wahlkampf unter widrigen Bedingungen zu führen und wurde mit unfairsten Mitteln bekämpft. Angesichts dieser Umstände ist das FPÖ-Plus – der stärkste Zugewinn aller Parteien – sensationell”, frohlockte Strache.

SPÖ-Spitzenkandidatin Blanik “glücklich”

Die Spitzenkandidatin der Tiroler SPÖ, Elisabeth Blanik, hat sich “glücklich” über den Zugewinn ihrer Partei bei der heutigen Landtagswahl gezeigt. Das Projekt sei geglückt, die gesteckten Ziele erreicht, so die Lienzer Bürgermeisterin in einer ersten Reaktion in der roten Parteizentrale. Den Sieg wollte sie sich nicht nur selbst zuschreiben. Man gewinne nie alleine.

Tirol-Wahl: Felipe sieht Achtungserfolg

Die Grüne Spitzenkandidatin Ingrid Felipe kann mit dem Abschneiden ihrer Partei bei der Tiroler Landtagswahl leben. Gegenüber Journalisten sprach sie von einem “Achtungserfolg”. Immerhin sei man im Oktober bei der Nationalratswahl noch bei vier Prozent gelegen und nun bei über zehn Prozent.

Ob sie einen Auftrag für die Fortsetzung von Schwarz-Grün sieht, wollte Felipe gegenüber der APA vor Vorliegen des Endergebnisses nicht beurteilen. Die Landeshauptmann-Stellvertreterin verwies aber darauf, dass man im Vorfeld klar gestellt habe, bei Zweistelligkeit verhandlungsbereit zu sein. Nun sei aber Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) am Zug.

NEOS-Spitzenkandidat Oberhofer “sehr zufrieden”

NEOS-Spitzenkandidat Dominik Oberhofer hat sich über das Ergebnis der Landtagswahl “sehr zufrieden” gezeigt. “Das Ziel Einzug ist uns geglückt”, sagte Oberhofer nach den ersten Hochrechnungen vor Journalisten. Die NEOS könnten jetzt im Landtag mitgestalten.

Oberhofer hoffte noch auf ein zweites Mandat. “Jetzt warten wir einmal auf das Endergebnis”, betonte er. Tirol sei offenbar ein “guter Nährboden” für die Pinken.

“Minimalziel” laut Haselwanter-Schneider erreicht

Die Spitzenkandidatin der Liste Fritz, Andrea Haselwanter-Schneider, hat nach den ersten Hochrechnungen am Wahlsonntag das “Minimalziel”, also den Landtagseinzug, erreicht gesehen. “Unser Maximalziel, die Verdoppelung der Mandate, ist uns leider nicht geglückt”, sagte Haselwanter-Schneider zur APA.

“Zum dritten Mal in Folge in den Tiroler Landtag einzuziehen, ist aber eine tolle Leistung”, so die Liste Fritz-Frontfrau. Sie wolle nun noch auf die Ergebnisse der großen Städte warten, denn da erwarte sie sich “noch Einiges”.

Krumschnabel über Nicht-Einzug “enttäuscht”

Andrea Krumschnabel, Spitzenkandidatin der Family-Partei, hat sich am Sonntag nach den ersten Hochrechnungen über den Nicht-Einzug ihrer Partei enttäuscht gezeigt. “Aber der Wähler hat immer recht. Das Ergebnis ist zu akzeptieren”, meinte Krumschnabel zur APA. Trotzdem wolle sie “Family nicht fallen lassen”.

In welcher Form es mit der Familienpartei weiter gehen soll, wollte die Spitzenkandidatin jedoch noch nicht sagen. “Wir werden morgen eine Sitzung haben und dann weiter schauen”, meinte Krumschnabel. Warum es für den Landtagseinzug nicht gereicht hat, konnte sich die Kufsteinerin jedoch nicht erklären. Sie fügte jedoch hinzu, dass die Partei möglicherweise zu wenig bekannt gewesen sei.

(APA/Red)

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