Kritische Berichte kosteten Journalisten in Paraguay das Leben

Seine kritischen Berichte bezahlte der Journalist Tito Alberto Palma in Paraguay vergangenen Mittwoch mit seinem Leben. Er wurde von einem Mann in Militäruniform erschossen, nachdem er zuvor zahlreiche Morddrohungen erhalten hatte.

Dies berichtete die Internationale Journalistenvereinigung IFJ, welche die Ermordung jüngst in einer Aussendung aufs Schärfste verurteilte.

Palma wurde aufgrund seiner Berichte über illegalen Drogenhandel und politische Korruption zur Zielscheibe, so IFJ. „Diese Ermordung ist ein weiteres schreckliches Beispiel dafür, mit welchen Risiken investigative Journalisten konfrontiert werden“, erklärte IFJ Generalsekretär Aidan White. Er forderte die Regierung auf, Maßnahmen zu treffen, um die Täter vor Gericht zu bringen und somit ein Signal dafür zu setzen, dass Journalistenmorde nicht ungestraft bleiben.

Palma, der chilenischer Staatsbürger war, arbeitete als Journalist für lokale Radiostationen etwa für ““ in Asunción. Er berichtete über organisiertes Verbrechen und Korruption in der Politik, aufgrund dieser Tätigkeit erhielt er zahlreiche Morddrohungen. Bei der Attacke im Haus seiner Freundin wurde auch diese von den Schützen verletzt.

Die IFJ und ihre regionalen Gruppen, die „Vereinigung Lateinamerikanischer und Karibischer Journalisten“ riefen die Behörden in Paraguay auf, sofort die Ermittlungen aufzunehmen, um die Verantwortlichen für Palmas Tod zu finden. „Dieser Mord ist ein Versuch, unabhängige Medien verstummen zu lassen und Journalisten einzuschüchtern, die ihre Leser über Kriminalität und politische Probleme in Paraguay informieren wollen“, sagte White.

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