Krawall nach Ball des Wiener Korporationsringes - Mistkübel brannten

Etwa 200 Demonstranten sind in der Nacht auf Samstag durch die Mariahilfer Straße gezogen und haben teilweise erheblichen Sachschaden angerichtet.

Anlass der Formierung war der Ball des Wiener Korporationsrings in der Wiener Hofburg. Bei dem Einsatz wurde ein Polizeibeamter leicht verletzt.

Mit diversen Transparenten zogen die teils vermummten Kundgebungsteilnehmer über den Maria Theresien-Platz zur Hofburg, wo Mitglieder schlagender Burschenschaften feierten. Dabei wurden Knallkörper und Leuchtstifte gezündet. Vor der Hofburg wurden die Demonstranten von Polizeikräften aufgehalten. Nachdem die Versuche, die polizeiliche Abriegelung zu durchbrechen, fehlgeschlagen waren, zog die Menschenmenge über die Mariahilfer Straße weiter. “Dabei haben die Randalierer u.a. Mistkübel in Brand gesetzt und Schaufenster eingeschlagen”, bestätigte Werner Autericky, Chef des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT).

Die genaue Teilnehmergruppierung müsse man sich erst ansehen. “Es handelte sich jedenfalls um eine spontane Formierung”, so Autericky. Im Bereich Morizgasse gelang es, die Teilnehmer an der unangemeldeten Kundgebung zu zerstreuen, so dass keine weiteren Straftaten begangen wurden. “Gegen ein oder zwei Uhr morgens hat sich die Formierung dann selbstständig aufgelöst”, sagte Autericky. Die Höhe des Sachschaden ist derzeit noch nicht bekannt.

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