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Koscheres Fleisch: IKG befürchtet Verbot in Niederösterreich

IKG befürchtet ein Verbot gegen koscheres Fleisch.
IKG befürchtet ein Verbot gegen koscheres Fleisch. ©APA/HERBERT PFARRHOFER
Die Israelitische Kultusgemeinde Wien (IKG) fürchtet sich vor einem Verbot von koscherem Fleisch in Niederösterreich, denn laut "Wiener Zeitung" soll es dazu schon Pläne in der Landesregierung geben.

Demnach habe die Abteilung Naturschutz in der Landesregierung neue Richtlinien in Sachen Schächten vorgeschlagen. Für den Tierschutz ist in der niederösterreichischen Landesregierung FPÖ-Landesrat Gottfried Waldhäusl zuständig. Einerseits solle künftig der Export von koscher geschlachtetem Fleisch verboten sein, andererseits werde der Zugang zu koscherem Fleisch massiv eingeengt, berichtete die “Wiener Zeitung” unter Berufung auf die Kultusgemeinde.

Koscheres Fleisch angeblich nur noch für religiöse Juden

IKG-Präsident Oskar Deutsch ging in seinen Befürchtungen demnach noch weiter. Künftig dürften nur mehr Juden und Jüdinnen koscheres Fleisch kaufen, die zuvor namentlich erfasst wurden und die nachweisen könnten, dass sie immer koscher essen, “denn das Recht der freien Religionsausübung sei nur ein individuelles”. Seitens des Amts werde nämlich argumentiert, man wisse, dass es religiöse und nicht so religiöse Juden gäbe. Das Büro des freiheitlichen Landesrats Waldhäusl war für eine Stellungnahme vorerst nicht erreichbar.

Landesrat Waldhäusl plant neue Richtlinien für Schächten

Der für Tierschutz zuständige niederösterreichische Landesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ) hat am Dienstag den Plan, Schächten einzudämmen, bestätigt: “Wir prüfen, ob der Bedarf des Fleisches an den Wohnsitz gekoppelt werden kann”, denn es sei “nicht einzusehen, warum Wiener nach Niederösterreich fahren und hier tausende Tiere schächten lassen”, hieß es in einer Stellungnahme zur “Wiener Zeitung”.

Bekannt wurde das Vorhaben, da sich die Israelitische Kultusgemeinde Wien (IKG) besorgt über ein mögliches Verbot koscheren Fleisches in Niederösterreich gezeigt hatte. Gegenüber der “Wiener Zeitung” wurde der Entwurf eines Erlasses bestätigt, dieser sei aber noch nicht rechtskräftig, hieß es außerdem. Waldhäusl betonte in der Stellungnahme: “Aus der Sicht des Tierschutzes wäre Schächten für mich generell abzulehnen.” Man prüfe daher alle gesetzlichen Möglichkeiten, um das Schächten einzudämmen. Geprüft werde auch, ob der Fleischbedarf an den Wohnsitz gekoppelt werden kann. “Wir sind in Niederösterreich nicht dazu da, um den Wienern das geschächtete Fleisch zur Verfügung zu stellen”, so der freiheitliche Landesrat.

ÖVP-Schneeberger: Registrierung wird es nicht geben

In der Diskussion um mögliche Einschränkungen des Schächtens in Niederösterreich hat Klaus Schneeberger, Klubobmann der ÖVP im Landtag, am Dienstagabend gegenüber der APA erklärt, dass selbstverständlich niemand registriert werde, der koscheres Fleisch kaufen wolle. Derartiges werde es nicht geben.

“Die Regelungen bezüglich Schächten sind im Tierschutzgesetz des Bundes geregelt”, erläuterte Schneeberger. Nur die Vollziehung obliege den Ländern. So lange das Gesetz nicht geändert werde, “werden wir an einem Erlass arbeiten, der keine Listung etc. zulässt”. Der Klubchef: “Wir werden eine Lösung finden, damit die Bedenken des IKG-Präsidenten nicht eintreten.”

APA/red

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