Korruption: AKH kündigt Reinigungsfirma

Unglücklich ist Rathaus-Opposition über die 'lange Schrecksekunde'
Unglücklich ist Rathaus-Opposition über die 'lange Schrecksekunde' ©APA (Archiv/Fohringer)
Die Rathaus-Opposition hat am Montag überwiegend negativ auf die angekündigte Neuausschreibung des Putzauftrags für das Wiener AKH reagiert.
AKH-Chef rügt Mitarbeiter

Die FPÖ bezeichnete die bevorstehende Vertragsauflösung zwar als “löblich”, kritisierte allerdings die Tatsache, dass die Kündigung erst per 1. November 2012 formell erfolgt und Ende 2013 wirksam wird. Auch die ÖVP stieß sich daran, dass die Firma Ago “noch weitere unglaubliche zweieinhalb Jahre” putzen werde.

Wien. Der nicht amtsführende FP-Stadtrat sprach via Aussendung von Konsequenzen beim “offensichtlichen Korruptionsskandal”, die nach einer “Schrecksekunde, die leider ein ganzes Jahr dauerte”, gezogen worden seien. Im Zuge der Causa stelle sich zudem die Frage, warum denn die Kündigung des Vertrags mit “heutigem Tag ausgesprochen und der Firma Ago übermittelt” werde, wenn doch bisher sowohl von Krankenanstaltenverbund (KAV) als auch vom AKH alle Vorwürfe gegen das Bestellungsverfahren abgeschmettert worden seien. Spitalchef Reinhard Krepler und KAV-Direktor Wilhelm Marhold müssten sich ob dieser Vorgehensweise weitere Fragen gefallen lassen.

ÖVP-Gesundheitssprecherin Ingrid Korosec zeigte sich erzürnt darüber, dass die “Sieger-Firma” immer noch putze, “obwohl es keinen Zweifel mehr an dieser Skandal-Vergabe” geben könne. Nun gebe der KAV vor, “die Reißleine zu ziehen und kündigt den Vertrag mit der Firma AGO per 31. Dezember 2013. Das sind unglaubliche 2,5 Jahre, bis der so umstrittene Vertrag gelöst wird”, lautete ihre Kritik.

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