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Kontoöffnung in Ermittlungen gegen Tojner

Tojner weist alle Vorwürfe zurück
Tojner weist alle Vorwürfe zurück ©APA (Archiv)
In den Ermittlungen gegen Investor Michael Tojner rund um angeblich zum Nachteil des Landes Burgenland erfolgten Immobiliendeals ist laut der Rechercheplattform "Dossier" eine Kontoöffnung beschlossen worden, die auf belastenden Aussagen eines Zeugen beruht. Die WKStA habe die Öffnung des Kontos einer Stiftung bei der früheren Meinl Bank beantragt, die das Gericht auch genehmigt habe.

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ermittelt im Streit um burgenländische Wohnbaugesellschaften: Tojner wird vorgeworfen, dass er sich über Strohmänner und -firmen die gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften Riedenhof und Gesfö gesichert haben soll, um dann die Aberkennung deren Gemeinnützigkeit durch das Land Burgenland voranzutreiben und schließlich die Wohnhäuser mit großem Gewinn zu verkaufen. Das Land Burgenland hat Tojner und dessen Geschäftspartnern Betrug und Untreue vorgeworfen. Tojner selber weist alle Vorwürfe zurück.

Bei der Kontoöffnung bei der Anglo Austrian Bank, früher Meinl Bank, geht es laut Magazin um ein Konto der "Privatstiftung zur Förderung der Wissenschaft und universitären Forschung" (PWF). Diese sei am 5. Dezember 2005 als Privatstiftung von der Firma Ein- und Verkauf Andreas-Conrad Billroth GmbH errichtet worden. Im ersten Stiftungsvorstand saßen demnach Tojner-Anwälte und ein Tojner-Vertrauter. Der Verdacht der Staatsanwaltschaft sei, dass Tojner mit der Finanzierung der Stiftung in Verbindung stehe, und "diese bereits mit dem Ziel errichtete beziehungsweise errichten ließ, sich oder einem Dritten das Vermögen der gemeinnützigen Gesellschaften unrechtmäßig zuzueignen", heißt es laut "Dossier" im Kontoöffnungsbefehl. Dazu gebe es belastende Aussagen eines Zeugen. Das Stiftungskonto habe im Zusammenhang mit dem Riedenhof-Kauf eine Rolle gespielt. Tojner bzw. sein Anwalt weisen alle Vorwürfe zurück, es habe auch keine Täuschungshandlungen gegeben.

(APA)

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