Knapp 250 Corona-Patienten auf der Intensivstation in zwei Wochen

Experten des Covid-Prognose-Konsortium rechnen mit 248 Covid-19-Intensivpatienten in zwei Wochen.
Experten des Covid-Prognose-Konsortium rechnen mit 248 Covid-19-Intensivpatienten in zwei Wochen. ©Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa
Das Covid-Prognose-Konsortium rechnet mit 248 Corona-Intensivpatienten innerhalb von zwei Wochen. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen soll kommende Woche auf rund 1.900 steigen.

Das Covid-Prognose-Konsortium rechnet mit 248 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen in zwei Wochen. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen wird kommende Woche rund 1.900 täglich betragen, prognostizierten die Experten in ihrer dieswöchigen Vorschau. Seit einer Woche liegt die effektive Reproduktionszahl leicht über einem Wert von 1. Somit werden auch die Fallzahlen weiterhin leicht ansteigen.

Experten rechnen mit schnellerem Anstieg an Corona-Neuinfektionen

Die Experten des Prognose-Konsortiums rechnen damit, dass vor dem Hintergrund des erwarteten Einsetzens saisonaler Effekte in den nächsten Wochen eine Beschleunigung des Anstiegs zunehmend wahrscheinlich ist. Österreichweit entwickelt sich der Covid-ICU-Belag bis 27. Oktober von 10,4 auf 11,8 Prozent in zwei Wochen, so die Annahme der Wissenschafter.

746 Corona-Patienten auf den Normalstationen erwartet

Auf Normalstationen erwarten sie am 27. Oktober 746 Covid-19-Patienten. Am heutigen Mittwoch benötigten österreichweit 213 Schwerkranke intensivmedizinische Versorgung. Auf Normalstationen mussten 652 SARS-CoV-2-Infizierte behandelt werden. Die Inzidenz, die am Mittwoch 142,3 betrug, soll laut den Experten auf 152 Fälle je 100.000 Einwohner am kommenden Mittwoch steigen. Die Entwicklung in den einzelnen Bundesländern ist dabei unterschiedlich. Die Spannbreite der Sieben-Tages-Inzidenz am letzten Prognosetag reicht von 64 in Vorarlberg bis 236 in Salzburg.

Vergangene Woche korrigierte Covid-Konsortium seine Vorschau

Vergangene Woche hatte das Konsortium seine Vorschau nachträglich korrigiert, zunächst war der Anstieg in den Spitälern zu hoch prognostiziert gewesen. Wie die Experten nun erläutern, liegt das unter anderem daran, dass es zwischen den einzelnen Bundesländern deutliche Unterschiede gibt. So gab es bei den vergangenen drei Prognosen in Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark systematische Abweichungen. Während ein moderater Anstieg der Fallzahlen in diesen Bundesländern beobachtet wurde, insbesondere auch in älteren Bevölkerungsgruppen, kam es dort entgegen den Erwartungen und der bisher beobachteten Modelllogik zu keinem entsprechenden Anstieg im Intensivbelag, teilweise sogar zu einer leichten Reduktion, schreiben die Experten.

Die Ursachen dafür sind noch unklar. "Aus rechtlichen Gründen können die Spitalsdaten nicht mit Daten zum Immunisierungsstatus verknüpft werden, weswegen der Einfluss der Impfungen auf die Belagsdauer nicht untersucht werden kann", erläutern die Wissenschafter.

Neue Spitalsdaten liegen vor

Außerdem liegen neue Spitalsdaten bis 31. August vor, in der die infektiösere Delta-Variante des Virus dominant war. Dabei zeigte sich, dass sich die durchschnittliche Verweildauer auf ICU bei Delta im Vergleich zu Alpha statistisch signifikant von etwa 13 auf acht Tage reduzierte. Überschätzungen der Verweildauer führen zu Unterschätzungen der täglichen Entlassungen und somit zu überhöhten Belagsprognosen, konstatierten die Experten.

(APA/Red)

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