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Kleine Eisfee Miriam Ziegler will mit Spaß in die Kür laufen

Mit 15 Jahren ist sie die Jüngste der Teilnehmerinnen, aber wer denkt, dass Miriam Ziegler im olympischen Eiskunstlauf der Damen aus Respekt vor den großen Namen am Eis erstarren wird, der könnte sich täuschen.

Die Burgenländerin beherrscht alle Dreifachsprünge und hofft auf den Einzug in die Kür, um dort ihr beherztes Programm durchziehen zu dürfen. Am Sonntag holte sich die Internatsschülern Inspiration beim Ski Cross auf dem Cypress Mountain und besuchte als Kontrastprogramm das Aquarium von Vancouver.

Spaß haben und eine gute Leistung zeigen, das hat sich der Schützling von Trainerin Eva Martinek am Dienstag vorgenommen. “Nervös bin ich überhaupt nicht. Ich sehe keinen Sinn dahinter, mir Druck zu machen, weil ich absolut keine Medaillenchance habe. Ich bin hier, um Erfahrung zu sammeln”, erzählte Ziegler im Gespräch mit der APA – Austria Presse Agentur. Auf das Antreten im Pacific Coliseum freut sie sich, sie hat dort bereits die Stimmung des fachkundigen Publikums bei der Kür des Vorarlbergers Viktor Pfeifer genossen. “Ich bin mir sicher, dass es Spaß machen wird.”

Das Kurzprogramm zur Musik “Farewell” von “Apocalyptica” mit den drei Sprüngen klappe im Training “ziemlich gut”, in der Kür (“Goodbye Lenin”) passiere schon mal ein Patzer. “Fehlerfrei geht es nicht jeden Tag, aber das macht nichts”, meinte Ziegler, die im Februar 2009 bei den Europäischen Olympischen Jugendspielen in Polen die Goldmedaille gewann. Sie bewundere vor allem jene, die sowohl die Sprünge beherrschen, als auch läuferisch zu den Besten zählen. “Eines können ist nicht so schwer, aber toll ist, wenn man alles kann”, sagte die hoch talentierte Sportlerin des Eissport-Klubs Engelmann in Wien, die bei der EM in Tallinn 25. geworden war.

Vor der Ankunft in Vancouver haben Ziegler und Martinek in Chicago (wo sie im Sommer schon einmal waren) bei besten Bedingungen mit viel Eiszeit und wenigen Leuten trainiert und sich vom russischen Exläufer und Trainer Alexander Wedenin wertvolle Tipps geben lassen. “Er hat Erfahrung, wie genau man mit so einen Wettbewerb umgeht und hat uns sehr geholten”, sagte Martinek, die es für “absolut realistisch” hält, dass Ziegler die Kürteilnahme schafft. “Die Leistungsdichte ist sehr stark, 90 Prozent können das Gleiche, manche sind halt vom Ausdruck reifer.”

Martinek trainiert Ziegler, seit diese im Kinderkurs und fünf Jahre alt war. “Ich habe dann auf ihre Oma voll eingeredet, dass sie mir das Kind nach Wien zum Training bringt”, erinnert sich die frühere Eiskunstläuferin. Derzeit besucht die junge Dame aus Stoob das sechste Gymnasium, seit sie 11 ist, lebt Ziegler unter der Woche in Wien und kommt erst Samstagnachmittag für eineinhalb Tage nach Hause. Heimweh kennt die kleine Eisfee (1,56 m/47 kg) nicht. “Auch bevor ich im Internat war, bin ich schon alleine auf Wettkämpfe gefahren.”

Die südkoreanische Weltmeisterin Yu-Na Kim gilt als Titelanwärterin, ihre kanadische Herausforderin Joannie Rochette (WM-Silber in Los Angeles 2009) wird trotz des Todes ihrer Mutter an den Start gehen. Die 55-jährige Therese Rochette war am Sonntag nach ihrer Ankunft in Vancouver vermutlich einem Herzversagen erlegen, ihre 24-jährige Tochter ist seit der Silbermedaille von Liz Manley 1988 in Calgary die größte Medaillenhoffnung des Gastgeberlandes.

William Thomson von Skate Kanada sagte am Sonntag nach dem Training, das Joannie Rochette routiniert hinter sich gebracht hatte: “An den Olympischen Spielen teilzunehmen ist immer ihr Traum gewesen und ihre Mutter hat diesen unterstützt. Ihre Mutter ist ihr nah, dies hier bedeutet beiden sehr viel.”

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