Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Kirch-Media unmittelbar vor Insolvenzantrag

Es verdichteten sich die Hinweise, dass die KirchMedia, in der das Kerngeschäft der Kirch-Gruppe gebündelt ist, Antrag auf Insolvenz stellen wolle.

In Deutschland bahnt sich die größte Pleite der Nachkriegsgeschichte an: Am Donnerstag verdichteten sich die Hinweise, dass die KirchMedia, in der das Kerngeschäft der Kirch-Gruppe gebündelt ist, bereits am (heutigen) Freitag Antrag auf Insolvenz stellen wolle. Dies würde das Aus für den mit 6,5 Milliarden Euro verschuldeten Kirch-Konzern bedeuten.

Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) lehnte unterdessen den Vorschlag der deutschen Bundesregierung entschieden ab, im Fall einer Insolvenz der Kirch-Gruppe Bürgschaften für die Bundesligavereine anzubieten. Er lehne es strikt ab, den Profifußball direkt von den deutschen Steuerzahlern finanzieren zu lassen, sagte Stoiber der „Bild“-Zeitung (Freitagsausgabe). Der Plan von Bundeskanzler Gerhard Schröder und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Wolfgang Clement (beide SPD) sei ein „absoluter Rohrkrepierer“.

Die Bundesligavereine sollten diejenigen mitfinanzieren, die die Fernsehrechte für die erste und zweite Liga inne hätten oder erhalten würden, fügte der bayerische Ministerpräsident hinzu. Stoiber, der sich als „leidenschaftlicher Fußballanhänger“ bezeichnete, erklärte weiter, er habe klare Signale, dass die vereinbarte Rate der Kirch-Gruppe von 100 Millionen Euro Fernsehgeldern zum 15. Mai an die Liga fließen solle und damit die Vereine für die laufende Saison auf die geplanten Einnahmen zählen könnten.

Der bayerische Wirtschaftsminister Otto Wiesheu sagte dem „Münchner Merkur“ (Freitagausgabe), bei Kirch werde es „mit den leistungsfähigeren Bereichen weitergehen, ohne oder mit einer Insolvenz.“ Zu einem Einstieg des italienischen Medienunternehmers und Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi in den deutschen TV-Markt sagte der CSU-Politiker, er halte es für problematisch, einen ausländischen Investor öffentlich anzugreifen, wie es die Bundesregierung getan habe. Die Sicherung der Arbeitsplätze und Firmenwerte der Kirch-Gruppe habe Vorrang, sagte Wiesheu.

  • VIENNA.AT
  • Chronik
  • Kirch-Media unmittelbar vor Insolvenzantrag
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.