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Kinderporno: Verhandlung vertagt

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Erneut ist das Verfahren gegen einen 32-jährigen Wiener vertagt worden, der mit selbst gemachten Kinderpornos Männer erpresst haben soll. Er muss sich seit Juli wegen versuchter schwerer Erpressung sowie Besitz und Verbreitung von Kinderpornos im Straflandesgericht verantworten.

Am Donnerstag gab der 32-Jährige plötzlich ein für eine versteckte Datei wichtiges Passwort preis. Die Verhandlung wurde auf den 9. Dezember vertagt.

Angeklagter erpresste acht Männer

Der 32-Jährige hatte acht Männern, deren Adressen er sich aus dem amtlichen Telefonbuch beschafft hatte, mehrere CDs mit kinderpornografischem Material geschickt. Nachdem die völlig ahnungslosen Empfänger die abstoßenden Bilder erhalten hatten, schrieb er ihnen wenig später Briefe, in denen er jeweils 3.000 Euro „Schweigegeld“ verlangte.

In den Schreiben gab sich der Angeklagte als Postbeamter aus, der „zufällig“ mitbekommen habe, dass die Männer Kinderpornos zugestellt erhalten hatten. Sein Vater sei allerdings Ermittler bei der Polizei – und gegen entsprechende Bezahlung könne er veranlassen, dass dieser die Daten der Verdächtigen aus dem Polizeicomputer lösche. Er selbst werde natürlich schweigen, versprach der Erpresser.

Er hatte sogar eine Adresse in Wien-Floridsdorf angegeben, an die seine Opfer das Geld schicken hätten sollen. Von den Männern hatte allerdings keiner ein schlechtes Gewissen, alle bezahlten keinen Cent und erstatteten Anzeige.

Daraufhin legte sich die richtige Polizei auf die Lauer. Als der 32-Jährige nachsehen kam, ob in dem Briefkasten schon etwas eingelangt war, wurde er festgenommen.

Umfangreiche Kinderporno-Sammlung in der Wohnung gefunden

In weiterer Folge stellte sich heraus, dass der Erpresser zu Hause eine umfangreiche Kinderporno-Sammlung hatte und die versandten CDs aus dem eigenen Bestand stammten. Abscheuliche Aufnahmen mit drei bis sechs Monate alten Babys wurden bei der Hausdurchsuchung sicher gestellt. Insgesamt wurden 15. Computer, 3.600 Disketten, 3.400 CD und mehrere 100 Videos beschlagnahmt.

Bereits im Juli musste vertagt werden, da der Angeklagte sein bisheriges Geständnis widerrief. Vor dem Schöffensenat (Vorsitz:
Martina Krainz) behauptete der Angeklagte, er sei als Kind selbst vergewaltigt worden. Im Internet suche er nun den damaligen Täter, daher speichere er sämtliche Daten ab, auf die er im Zug seiner Recherchen stoße. Er selbst sei nicht pädophil.

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