Kindergeld: Mit 1,9 Prozent geringste Väterbeteiligung in Vorarlberg

Schwarzach - Knapp 1,9 Prozent aller Eltern, die im Oktober Kinderbetreuungsgeld bezogen haben, sind Männer.

Das geht aus aktuellen Zahlen des Familienministeriums hervor. Am höchsten ist der Anteil der männlichen Kindergeldbezieher mit 8,5 Prozent in Wien. Die geringste Väterbeteiligung weist Vorarlberg mit 1,9 Prozent auf. Am häufigsten entscheiden sich Eltern nach wie vor für die längeren Bezugsvarianten.

Insgesamt gab es im Oktober österreichweit exakt 148.167 Kindergeldbezieher. In der Bundeshauptstadt waren rund 8,5 Prozent der insgesamt rund 30.800 Bezieher Männer. An zweiter Stelle folgt Niederösterreich mit einem Väteranteil von nur mehr knapp vier Prozent (rund 26.300 Bezieher). Die Steiermark (19.700 Bezieher) und Kärnten (8.900 Bezieher) schafften es im Oktober jeweils auf eine Väterbeteiligung von rund 3,5 Prozent.

Der Männeranteil in Oberösterreich (27.500 Bezieher) und Salzburg (10.100 Bezieher) betrug gut 3,4 Prozent. In Tirol (13.300 Bezieher) waren rund drei Prozent der Kindergeldbezieher Väter, im Burgenland (4.000 Bezieher) rund 2,8 Prozent. Das Schlusslicht bildet Vorarlberg: Von etwas mehr als 7.400 Beziehern waren nur rund 1,9 Prozent Männer.

Betrachtet man die Väterbeteiligung nach den fünf verschiedenen Kindergeldvarianten, hat das Modell 15+3 Monate (800 Euro/Monat, jeweils bei Beteiligung beider Partner) mit einem Anteil von rund 10,7 Prozent die Nase vorn. Dahinter folgt mit gut 7,8 Prozent die Kurzvariante 12+2 (1.000 Euro). Die Variante 20+4 (624 Euro) kommt auf rund 5,6 Prozent Väterbeteiligung, die einkommensabhängige Variante (maximal 12+2 Monate, 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens, höchstens 2.000 Euro) auf rund vier Prozent. Die niedrigste Väterbeteiligung weist mit rund 3,7 Prozent das längste Modell, 30+6 Monate (436 Euro), auf.

Die Kurzvariante 12+2 und das einkommensabhängige Kindergeld waren mit Jahresbeginn eingeführt worden. Ziel von Familienstaatssekretärin Christine Marek (V) ist es, in diesen beiden Varianten mittelfristig eine Väterbeteiligung von 20 Prozent zu erreichen.

Gemessen an den Fällen im ersten Jahr nach der Geburt entfielen rund 55 Prozent der Kindergeldbezieher auf die Variante 30+6. Rund 25 Prozent bezogen das zweitlängste Modell 20+4, rund sechs Prozent die Variante 15+3. Auf die Kurzvariante 12+2 entfielen gut vier Prozent, auf das einkommensabhängige Kindergeld rund elf Prozent.

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