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Keine Unterstützung für US-Pläne

Bei seiner Reise durch elf Staaten des Nahen Ostens hat US-Vizepräsident Richard Cheney bislang keine Unterstützung für einen möglichen Angriff auf Irak erhalten.

Kurz nach seiner Ankunft in Bahrain erklärte er aber am Sonntag, er werde sich trotz der Kritik während seiner Reise weiter auf Irak konzentrieren. Saudi-Arabien hatte sich am Samstag strikt gegen einen Angriff auf Ziele in Irak ausgesprochen. Am (morgigen) Montag wurde Cheney in Kuwait erwartet, einem wichtigen Verbündeten der USA in der Region.

In Bahrain sagte Cheney vor amerikanischen Soldaten, er wolle gegen Regime vorgehen, die sich um Massenvernichtungswaffen bemühten. Die Gefahr sei ernst und wachse weiter. Später kam Cheney zu Gesprächen mit dem König von Bahrain, Scheich Hamad bin Isa El Chalifa, und einigen Kabinettsmitgliedern zusammen. Noch am Sonntag wollte Cheney nach Katar und am Montag nach Kuwait weiterreisen.

Der kuwaitische Außenminister Scheich Sabah El Ahmed El Sabah erklärte, er hoffe, es werde keine Angriffe auf Ziele in Irak geben, damit das irakische Volk nicht leiden müsse. Falls die USA sich aber für einen Angriff entschieden, stehe es nicht in seiner Macht, sie zu stoppen.

Der saudische Kronprinz Abdullah warnte am Samstag bei einem Treffen mit Cheney, dass jeder Angriff auf Irak den antiamerikanischen Gefühlen in der Region Auftrieb verleihen würde. Er erklärte im US-Nachrichtensender CNN, die USA könnten Saddam Hussein nicht stürzen. Es sei auch wichtig, dass Irak vereinigt bleibe und nicht in mehrere Staaten zerfalle. Dies würde die gesamte Region destabilisieren und ins Chaos stürzen. Außenminister Saud el Faisal lehnte in einem Gespräch mit dem US-Fernsehsender ABC die Nutzung saudiarabischer Stützpunkte für Angriffe gegen Irak ab.

Auch in den Vereinigten Arabischen Ermiraten, in Jordanien, Ägypten und Jemen war Cheney auf weit reichende Bedenken gegen die Pläne Washingtons zum Sturz des irakischen Präsidenten oder eines Angriffs gestoßen.

Ein möglicher Militärschlag gegen Irak war von Washington im Zuge der Terrorbekämpfung nach dem 11. September ins Gespräch gebracht worden. Dagegen haben sich aber nicht nur die Araber sondern auch andere islamische Länder und die Mehrzahl der europäischen Verbündeten Washingtons ausgesprochen.

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