Kampusch liest aus Autobiografie

Großes Interesse bei Lesung
Großes Interesse bei Lesung ©APA (Schlager)
Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen hat Donnerstagabend um 19.00 Uhr die Lesung von Natascha Kampusch aus ihrer Autobiografie in der Wiener Thalia-Buchhandlung begonnen. Die 22-Jährige kam in Begleitung ihrer engsten Vertrauten, u.a. wohnte ihre Mutter Brigitta Sirny der Präsentation bei. "3096 Tage" beschreibt ihre mehr als achtjährige Gefangenschaft bei ihrem Peiniger Wolfgang Priklopil.
Kampusch bei der Präsentation
Das Kampusch Buch

Kampusch trat in einem beigen Seidenkleid und hohen Stöckelschuhen auf das Podium. Begleitet von ORF-Moderator Christoph Feuerstein zeigte sie sich sichtlich aufgeregt, auch angesichts des zahlreich erschienenen Publikums. “Ich bin sprachlos”, sagte Kampusch in einem ersten Statement. “Es ist irgendwie wie im Theater. Es ist irgendwie seltsam vor so viel Publikum”, so die 22-Jährige. Mehrmals suchte sie lächelnd Augenkontakt mit bekannten Gesichtern, ihre verschränkten Arme verrieten ihre Nervosität.

Insgesamt sorgte ein 31-köpfiges Security-Team des Österreichischen Wachdiensts (ÖWD) für Sicherheit bei der Lesung. Kampusch wurde nach einem Fototermin für Journalisten über einen Notausgang in das Geschäft auf der Landstraßer Hauptstraße geschleust.

Unterdessen hat der Bruder eines Ermittlers in der Causa Kampusch versucht, vermeintliche Informationen über den Entführungsfall an Medien zu verkaufen. Vergeblich: Der Mann aus der Steiermark wurde vorübergehend festgenommen und musste den von seinem Bruder entwendeten Laptop sowie einen USB-Stick der Staatsanwaltschaft aushändigen, wie mehrere Medien berichteten. Brisantes Material dürfte sich nicht auf den Datenträgern befinden, sagte ein Sprecher des Bundeskriminalamtes.

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