Kammerschauspielerin Gusti Wolf 95-jährig gestorben

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Erst vor kurzem, am 11. April, war ihr am Burgtheater zu ihrem 95. Geburtstag ein rauschendes Fest bereitet worden.

Heute, Samstag, ist Kammerschauspielerin Gusti Wolf, Ehrenmitglied des Burgtheaters und seit 1946 Ensemblemitglied des Hauses, gestorben. Sie sei „in ihrer Heimatstadt Wien sanft eingeschlafen“, hieß es aus dem Burgtheater. Die große Charakterdarstellerin bezauberte bis zuletzt mit kindlichem Charme. Zuletzt stand sie im Herbst 2006 als „Fremdenführerin“ in der Mozartjahr-Produktion „Mozartwerke GmbH“ auf der Bühne.

Gusti Wolf hatte 1934 in „Richard III.“ am Burgtheater debütiert und war nach Engagements in verschiedenen deutschen Städten von Direktor Raoul Aslan im September 1946 fest an das Burgtheater engagiert worden. Sie spielte hier über 100 Rollen, vom Puck in Shakespeares „Sommernachtstraum“ bis zur Großmutter in Horvaths „Geschichten aus dem Wiener Wald“ und der Maude in Higgins „Harold und Maude“, eine Produktion, die ihr der damalige Direktor Claus Peymann zum 85er schenkte. „Direktion und Ensemble des Burgtheaters trauern um eine liebenswerte, wundervolle Schauspielerin und Kollegin“, heißt es in einer Aussendung des Hauses.

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