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Kältewelle sorgt für Heizrekord in Wien

Seit dem Jahreswechsel heizen die Wiener deutlich mehr.
Seit dem Jahreswechsel heizen die Wiener deutlich mehr. ©Canva (Sujet)
Der bisher kälteste Tag des Jahres hat Dienstagfrüh für einen Heizrekord in Wien gesorgt: Seit Februar 2021 wurde in Wien nicht mehr so viel Fernwärme benötigt, wie an diesem Tag.
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Bei minus neun Grad Celsius Außentemperatur um 8 Uhr lag die Fernwärmeleistungsspitze am 9. Jänner bei rund 2.000 Megawatt. Auch am Mittwochmorgen wurde diese Marke fast erreicht. Zuletzt wurden solche Leistungen am am 11. Februar 2021 verzeichnet. Zum Vergleich: An einem durchschnittlichen Wintertag liegt die Wärmeleistungsspitze in Wien bei 1.600 Megawatt.

Heizbedarf in Wien hat sich seit Jahreswechsel verdoppelt

Seit dem Jahreswechsel mit durchschnittlichen Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad Celsius hat sich die benötigte Wärmemenge verdoppelt. Das liegt zum einen an den stark gesunkenen Temperaturen, aber auch daran, dass der Betrieb in der Stadt nach den Weihnachtsferien nun wieder angelaufen ist.

Mit steigenden Temperaturen wird auch der Heizbedarf in Wien wieder auf ein Durchschnittsmaß sinken. Im Vergleich zur Heizperiode 2022/23 lag die Temperatur in den vergangenen drei Monaten im Durchschnitt um 0,9 Grad Celsius höher als letztes Jahr.

Versorgung in Wien auch bei tiefsten Temperaturen gesichert

1.300 Kilometer ist das Wiener Fernwärmenetz lang und versorgt heute 460.000 Haushalte und rund 8.000 Businesskunden mit Fernwärme. "Die sichere Energie- und Wärmeversorgung unserer Kund*innen hat für uns oberste Priorität. Wir sind nicht nur für Kältewellen wie jetzt gerüstet, auch noch tiefere Temperaturen sind kein Problem. Mit einem breit aufgestellten Erzeugungspark aus großen Anlagen, Heizwerken, Abwärmenutzung und Müllverbrennung sogar wir dafür, dass die Heizkörper der Wiener*innen warm sind, auch wenn es draußen Minusgrade hat", so Michael Strebl, Vorsitzender der Wien Energie-Geschäftsführung.

Erzeugungsmix wird sich ändern: Bis 2040 klimaneutral

Rund die Hälfte der Fernwärme von Wien Energie stammt derzeit aus den Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, die mit Erdgas betrieben werden. Etwa ein Drittel der Wärme kommt aus der Müllverbrennung, wie etwa in der Spittelau. Auch Biomasse, Erd- und Umgebungswärme und industrielle Abwärme werden genutzt. Dieser Erzeugungsmix wird sich aber bis 2040 ändern. Dann wird nur knapp ein Viertel der Fernwärme in den Kraftwerken erzeugt werden, die künftig mit grünen Gasen, wie Wasserstoff betrieben werden. Ein Viertel soll aus der Tiefengeothermie kommen, ein Viertel aus Großwärmepumpen und das letzte Viertel weiterhin aus der Müllverbrennung. So wird die Fernwärme in Zukunft klimaneutral erzeugt.

(Red)

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