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Jüdischer Friedhof: Häupl urgiert Mittel

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Die Sanierung des alten jüdischen Friedhofes in Wien-Währing lässt weiter auf sich warten. Die Stadt Wien wird die Sanierung nicht übernehmen, wie Wiens Bürgermeister Michael Häupl (S) am Donnerstag im Landtag klargestellt hat.

Häupl forderte vielmehr den Bund auf, seiner Verpflichtung zur Finanzierung der Arbeiten nachzukommen. Diese sei im so genannten Washingtoner Abkommen (betreffend die Entschädigung für NS-Opfer, Anm.) vereinbart worden.

Der denkmalgeschützte Friedhof in Währing ist – neben dem St. Marxer-Friedhof – eine von nur mehr zwei erhaltenen Biedermeier-Begräbnisstätten in Wien. Er befindet sich im Besitz der Israelischen Kultusgemeinde (IKG) und wird auch von dieser verwaltet. Für die Öffentlichkeit ist die immer mehr verfallende Anlage nicht zugänglich.

Die Grünen wollten in einer Anfrage von Häupl wissen, ob er sich die Gründung eines Fonds oder einer Stiftung vorstellen könne, in den Bund, Länder und Sponsoren einzahlen, um die Finanzierung der Sanierung jüdischer Friedhöfe zu ermöglichen. Finanzstadtrat Sepp Rieder hatte im vergangenen Februar gegenüber der APA Zustimmung zu einer derartigen Lösung signalisiert.

Der Bürgermeister zeigte sich eher skeptisch. Rieder habe in einem „Anfall von Güte“ diesen Vorschlag gebracht. Wie er, Häupl, aus der Konferenz der Landeshauptleute aber wisse, sei die Bereitschaft der anderen Länder hier „keine sehr große“. Häupl: „Das wäre eine weitere freiwillige Leistung der Bundesländer.“

Denn in der Washingtoner Erklärung habe sich Österreich zur Restaurierung und Erhaltung jüdischer Friedhöfe in Österreich verpflichtet. Somit handle es sich um eine Aufgabe des Bundes und dieser sei „zweifelsohne säumig“, wie Häupl betonte.

Der Wiener Bürgermeister verwies weiters auf erfolgte Zahlungen der Stadt an die Kultusgemeinde zur Erhaltung der jüdischen Begräbnisstätten – zu der etwa auch jene am Zentralfriedhof gehört. 2005 wurden demnach rund 300.000 Euro an die IKG überwiesen. Die Stadt übernimmt weiters das Schneiden der Äste bzw. Bäume auf dem Areal in Währing.

Der jüdische Friedhof in Währing wurde 1784 errichtet. Viele der rund 7.000 erhaltenen Grabsteine sind bereits umgestürzt, Grüfte liegen offen. Die Kosten für eine Gesamtsanierung des Areals wurden von der IKG zuletzt auf fast 14 Mio. Euro geschätzt.

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