Jenewein: Offenbar Suizidversuch kurz nach FPÖ-Austritt

Offenbar Suizid-Versuch von Hans-Jörg Jenewein.
Offenbar Suizid-Versuch von Hans-Jörg Jenewein. ©APA/HANS PUNZ
Der kürzlich Woche aus der FPÖ ausgetretene frühere Abgeordnete Hans-Jörg Jenewein hat offenbar einen Suizidversuch unternommen. Er soll derzeit in einem Spital behandelt werden.
Jenewein aus FPÖ ausgetreten
Aufregung nach Jenewein-Austritt

Das berichteten "Krone" und "Kurier" am Sonntagnachmittag. EDer APA wurde bestätigt, dass er in den frühen Morgenstunden in seinem Haus in Niederösterreich (Bezirk St. Pölten Land) regungslos aufgefunden wurde.

Jenewein bewusstlos auf seiner Couch gefunden: Offenbar Suizidversuch

Nach Angaben des "Kurier" hat seine Frau die Rettungskräfte in der vergangnen Nacht alarmiert, nachdem sie Jenewein bewusstlos auf der Couch in seinem Haus in Niederösterreich gefunden hatte. Er soll nun in einem Spital behandelt werden.

Berichte über Abschiedsbrief von Jenewein: Schwester dementiert

Meldungen, wonach er im Koma liege, wurden von seiner Schwester, der FPÖ-Abgordneten Dagmar Belakowitsch, dementiert: "Er liegt auch Gott sei Dank nicht im Koma", stellte sie in einer Aussendung fest. Der Wiener Gesundheitsverbund dementierte indes, dass sich Jenewein in einem seiner Krankenhäuser befinde.

Belakowitsch spricht von Falschnachrichten

Belakowitsch forderte in der Aussendung auch die Medien auf, jetzt ein Mindestmaß an Anstand und Zurückhaltung im Sinne der gesamten Familie zu zeigen. Sie kritisierte, dass nicht nur Persönlichkeitsrechte außer Kraft gesetzt, sondern darüber hinaus ungeheuerliche Falschnachrichten verbreitet würden. Belakowitsch sprach von einer "medialen Hetze", die "widerlich und rücksichtslos gegenüber der gesamten Familie, ganz besonders gegenüber der Ehefrau und den minderjährigen Kindern" sei. Nur um der FPÖ und Parteiobmann Herbert Kickl zu schaden, würden auf dem Rücken der Familie "Persönlichkeitsrechte massiv verletzt", kritisierte Belakowitsch.

Hans Jörg Jenewein aus FPÖ ausgetreten

Auf Jeneweins Handy war ein Anzeigenentwurf wegen Missbrauchs von Fördermitteln gegen die frühere und jetzige Führung der Wiener FPÖ-Landespartei gefunden worden. Beamte des Bundeskriminalamtes stellten fest, "dass es lebensfremd ist, dass Jenewein die Anzeige nicht selbst verfasst hat". In der vergangen Woche trat Jenewein aus der Partei aus. Die Partei hat auch dienstrechtliche Konsequenzen gezogen.

Aus der FPÖ gab es am Sonntagnachmittag keine Stellungnahme, man bat aber im Sinne der Familie Jeneweins um mediale Zurückhaltung.

Sie sind in einer verzweifelten Lebenssituation und brauchen Hilfe? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Unter www.suizid-praevention.gv.at finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich. Infos für Jugendliche gibt es unter www.bittelebe.at

(APA/Red)

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