Jeder Dritte glaubt an Schutzengel

Sie tragen meist lange weiße Gewänder, blondes Haar und Flügel: die Engel auf Weihnachtsmärkten.  Bei Esoterik-Anhängern haben die Wesen, die oft wenig konkret als Lichtgestalten bezeichnet werden, das ganze Jahr über Konjunktur. Menschen, die sich als Engel-Medium bezeichnen, meinen, sie könnten mit Schutzengeln Kontakt aufnehmen. Ihre angeblichen Botschaften sollen dann als Lebensberatung anderen Menschen helfen. „Das halte ich für fragwürdig“, sagt Dr. Eva Maria Schmolly, Theologin und Sektenbeauftragte der Diözese Feldkirch.

Beliebt wie selten zuvor

Der Glaube an Engel hat nach Ansicht von Theologen zwar zugenommen, aber mit dem christlichen Glauben und der Bibel häufig nichts mehr zu tun. Immer mehr Menschen, die sich von der Kirche abgewendet haben, erhoffen sich Lebenshilfe von übersinnlichen Kräften. Dabei, so Schmolly, sei der Umgang mit den Gottesboten jedoch „meist seriös und sensibel“.

Umfragen zufolge glauben rund 30 Prozent der Bevölkerung – darunter weitaus mehr Frauen als Männer – an die himmlischen Diener.

Viele, die bei Unfällen glimpflich davon gekommen sind, glauben mehr oder weniger fest, ihr Schutzengel habe sie bewahrt. Aber was ist mit dem Nachbarn, der nicht gerettet wurde?

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