Jeder 100. Wiener ist Millionär

Jeder 100. Wiener ist Millionär.
Jeder 100. Wiener ist Millionär. ©Bilderbox
Ein Millionär hat's schwer? Was dem Mindestsicherungsbezieher vielleicht nicht ganz klar ist, können 17.900 Wiener (1,03 Prozent) aus eigener Erfahrung berichten.

Österreichweit können sich 0,85 Prozent der Bevölkerung, 72.100 Menschen, mit diesem Fähnchen schmücken. Zu diesem Schluss kommt der aktuelle Valuga-Vermögensreport. Nach Wienleben die meisten Reichen in Niederösterreich (15.900) und Oberösterreich (11.600). Die Zahl der Millionäre ist demnach im Jahresabstand um 1.800 Personen (2,5 Prozent) zurückgegangen.

Reich wird reicher – und arm wird ärmer

 Trotz dieses Rückgangs nimmt die Vermögenskonzentration weiter zu. Die österreichischen Millionäre haben zwar 7 Mrd. Euro (3,2 Prozent ihres Vermögens) verloren, besitzen aber weiter 223 Mrd. Euro oder ein Drittel (33 Prozent) des Finanzvermögens im Land (Finanzvermögen ohne eigengenutzte Immobilien). Im Schnitt sind es gut drei Mio. Euro pro Person. 2015 dürften die Millionäre über 270 Mrd. Euro verfügen, das wäre ein Zuwachs um 4,9 Prozent pro Jahr.

Vermögenskonzentration extrem

Die wohlhabendsten zehn Prozent besitzen zusammen zwei Drittel des Finanzvermögens im Land. Die reichsten zehn Familien verfügen über 68,6 Mrd. Euro und sind seit dem Vorjahr um 5 Mrd. Euro schwerer geworden. Ihre Vermögen mehren sich im Schnitt um acht bis zehn Prozent pro Jahr und damit dreimal schneller als die Gesamtwirtschaft. Nebenbei ist allerdings die Börsenkapitalisierung – also der Wert österreichischer Aktien – um rund ein Drittel gefallen. 

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