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Japanische Raumsonde erneut auf Asteroid gelandet

Daten von "Hayabusa2" empfangen
Daten von "Hayabusa2" empfangen ©APA (AFP)
Die japanische Raumsonde "Hayabusa2" hat zur nächsten Mission auf dem rund 250 Millionen Kilometer entfernten Asteroiden Ryugu erfolgreich angesetzt. Dort soll sie erstmals Proben unter der Oberfläche eines solchen Himmelskörpers einsammeln. Die japanische Weltraumbehörde Jaxa vermeldete am Mittwoch die geglückte Landung. Die Raumsonde "Hayabusa2" soll Ende kommenden Jahres zur Erde zurückkehren.

"Die Landung war ein riesiger Erfolg", sagte Takashi Kubota vom Jaxa-Institut für Raumfahrtwissenschaften. Die Forscher wollen mit der "Hayabusa2"-Mission den Ursprüngen des Sonnensystems auf die Spur kommen. Die Raumsonde war erstmals im Februar auf Ryugu gelandet und hatte dabei Proben zunächst von der Oberfläche gesammelt. Daraufhin war sie wieder aufgestiegen.

"Hayabusa2" hatte Ryugu dann im April mit einer Art Projektil beschossen und dabei einen Krater gebildet, um dort zu landen und Proben zu sammeln. Nach der zweiten Landung soll die Sonde nun Proben aus dem Untergrund sammeln. Gelingt dies, wäre es das weltweit erste Mal, dass Material eines Asteroiden gesammelt würde, das nicht der Sonnen- oder kosmischen Strahlung ausgesetzt ist.

Die Forscher vermuten, dass darin Spuren aus der Zeit enthalten sind, als das Sonnensystem vor rund 4,6 Milliarden Jahren entstand. Es könnte organisches Material sowie Wasser enthalten, so die Jaxa. Es besteht die Möglichkeit, dass solche Asteroiden einst mit Einschlägen auf der Erde auch Wasser zu unserem Planeten brachten.

Ein Vorgänger-Modell der "Hayabusa2" hatte bereits 2010 weltweit erstmals Bodenproben eines Asteroiden zur Erde gebracht. "Hayabusa2" startete im Dezember 2014 in Japan und erreichte nach fast vier Jahren im All im vergangenen Juni ihr Ziel. Ein vom DLR und der französischen Raumfahrtagentur CNES gemeinsam entwickeltes Landegerät namens "Mascot" war im vergangenen Oktober auf Ryugu gelandet und hatte diesen Stunden lang erkundet - bis seine Batterie ausging.

(APA/dpa)

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