Israel ändert Rundfunkgesetz zur Sicherung des ESC 2019

Israel lenkt im Streit mit der Rundfunkanstalt Kan zur Sicherung des ESC 2019 ein.
Israel lenkt im Streit mit der Rundfunkanstalt Kan zur Sicherung des ESC 2019 ein. ©Pixabay.com (Sujet)
Im Streit um die für die ESC-Ausstrahlung zuständige Rundfunkanstalt Kan kündigte das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu am Dienstag eine Gesetzesentwurf-Änderung an, um die Austragung des Eurovision Song Contests 2019 im eigenen Land zu sichern.

Die zunächst geplante Ausgliederung der Nachrichtenabteilung des Senders hätte zum Ausschluss der Anstalt aus der Europäischen Rundfunkunion (EBU) führen können. Ohne die Mitgliedschaft kann Israel aber nicht den Eurovision Song Contest (ESC) ausrichten. Eine Sprecherin von Kan wollte sich zunächst nicht dazu äußern. Die EBU hatte im Vorfeld lediglich darauf hingewiesen, dass Kan eine vorläufige Mitgliedschaft habe. Am Dienstag kommentierte sie die Entscheidung Israels zunächst nicht.

Die israelische Sängerin Netta hatte im Mai mit ihrem Song “Toy” den Eurovision Song Contest in Portugal gewonnen. Dadurch findet der Wettbewerb 2019 regulär in Israel statt. Unklar ist allerdings noch, wo. Netanjahu hatte direkt nach Nettas Sieg verkündet, der ESC werde in Jerusalem ausgetragen. Doch die EBU teilte kürzlich mit, dass der Austragungsort erst nach einem Bieterwettbewerb bis September feststehen werde. Nach Medienberichten könnten sich neben Jerusalem noch die Küstenstädte Haifa, Tel Aviv und Eilat bewerben.

>> Jerusalem als politischer Streitpunkt – Austragungsort des ESC 2019 soll im Herbst feststehen 

(APA/Red)

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