Iris Maria S. nach Deutschland überstellt

Iris Maria S., jenes drei Monate alte Baby, das seit 25. April nach schweren Misshandlungen vermutlich durch den eigenen Vater auf der Kinder-Intensivstation im Wiener AKH lag, wurde in eine deutsche Rehabilitationsklinik überstellt.

Wo genau das Mädchen, das sich laut Pollak außer Lebensgefahr befindet, nun behandelt wird, wolle man aber nicht veröffentlichen. Iris Maria wurde per Hubschrauber und in Begleitung eines eigens für derartige Transporte geschulten Arztes überstellt und soll nun mehrere Wochen in der Reha verbringen. Pollak. „Dafür muss sie nicht auf einer Intensivstation liegen, jetzt ist neurologische Rehabilitation nötig.“

Zustand ist stabil

Der Zustand von Iris Maria sei stabil, eine Prognose über mögliche bleibende Schäden allerdings weiterhin offen, sagte Pollak. Besorgnis erregend seien aber jene Krämpfe, unter denen das Kind wegen der Gehirnblutungen leide. Man hoffe nun, dass diese Blutungen in der Rehabilitation bald gestoppt werden können.

Iris Maria S. war am 25. April ins AKH eingeliefert worden. Offensichtlich war sie so lange geschlagen worden, bis sie bewusstlos war. „Das Kind hat ältere und frischere Blutungen im Gehirn und in den Augen“, sagte der Mediziner damals gegenüber der APA. An den Beinen seien Hämatome gefunden worden. All dies weise auf ein Schütteltrauma hin, sagte der Klinikvorstand.

Anzeigen gegen Vater und Mutter

Der 20-jährige Kindsvater hatte sich am 30. April auf dringendes Anraten der Ärzte hin selbst angezeigt. Über ihn wurde U-Haft verhängt – gegen die 25 Jahre alte Mutter, die von den schweren Züchtigungen gewusst haben soll, wurde Anzeige erstattet. Sie war nach Angaben von Sozialarbeiterin Elisabeth Köpl seither „so gut wie täglich“ am Krankenbett von Iris Maria gesessen und will auch das Sorgerecht erhalten. Ob sie es auch bekommt, ist noch nicht entschieden.

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