Iran stellt sich demonstrativ hinter Assad

Der Iran hat sich im Syrien-Konflikt demonstrativ an die Seite des bedrängten syrischen Staatschefs Assad gestellt. Teheran schickte am Dienstag seinen Gesandten Saeed Jalili zu Gesprächen mit Assad nach Damaskus. Das vom Fernsehen gezeigte Treffen mit Jalili war Assads erster öffentlicher Auftritt seit zwei Wochen.
Aleppo: Bilder aus der Kampfzone


Assad kündigte laut Nachrichtenagentur SANA die Fortsetzung des Kampfes gegen die Rebellen an. Jalili hob bei dem Treffen die enge Allianz beider Länder hervor und sagte Syrien die iranische Unterstützung zu. Syrien sei eine “unentbehrliche Säule” des Widerstands gegen die USA und Israel in der Region.

Der Iran wird zunehmend in den syrischen Bürgerkrieg hineingezogen, nachdem am Samstag 48 Iraner von syrischen Rebellen entführt wurden. Jalili betonte, Teheran werde “alle Mittel ausschöpfen”, die “Pilger” zu befreien. Laut der zur aufständischen Freien Syrischen Armee gehörenden Al-Baraa-Brigade, in deren Gewalt die Geiseln sind, sind sie dagegen iranische Elitesoldaten. Der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi wurde am Dienstagabend in Ankara erwartet. Die Türkei unterstütze die Freie Syrische Armee, die sich zu der Geiselnahme bekannte.

Unterdessen erhöhten die syrischen Regierungstruppen in Aleppo den Druck auf die Aufständischen. Im Kampf gegen die mit Panzern, Hubschraubern und Kampfflugzeugen vorrückende Armee geht ihnen nach Darstellung von Kommandeuren die Munition aus. Zusätzlich schränkten Scharfschützen die Beweglichkeit der Feinde Assads ein. Aus der seit Wochen heftig umkämpften nördlichen Millionenstadt wurden Gefechte aus mehreren Vierteln gemeldet.

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