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InterSky kam 2009 "mit blauem Auge" davon

©Intersky
Friedrichshafen - Weniger Passagiere, weniger Flüge, weniger Umsatz - so lässt sich die Bilanz 2009 der Vorarlberger Airline "InterSky" mit Heimatflughafen in Friedrichshafen (Baden-Württemberg) zusammenfassen.
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“Die angestrebte glatte Null haben wir dennoch erreicht”, so Geschäftsführer Claus Bernatzik, ohne Angabe näherer Details zum Ergebnis. Der Umsatz des Unternehmens ging um 10,3 Prozent von 29 Mio. auf 26 Mio. Euro zurück. Für 2010 rechnete Bernatzik mit einer konjunkturellen Erholung, die Planung für einen weiteren Flotten- und Standortausbau liefen bereits.

Die Bedingungen im Jahr 2009 seien schwierig gewesen, so der Geschäftsführer. Der Branche hätten steigende Kerosinpreise, die Wirtschaftskrise und ein härter werdender Preiskampf zugesetzt. Flogen 2008 noch 210.000 Passagiere mit InterSky, waren es 2009 mit 185.000 um 11,9 Prozent weniger. Auch die Zahl der Flüge ging zurück. InterSky hob im vergangenen Jahr 7.750 mal ab, 2008 wurden noch 8.500 Flüge unternommen (minus 8,8 Prozent). Die Eigenkapitalquote habe sich von 19,4 auf 16,6 Prozent verringert.

Wegen der Krise ging gerade die Zahl der Geschäftsreisenden deutlich zurück. Dieser absehbaren Entwicklung habe man jedoch etwa durch optimierte Flugpläne entgegenwirken können, so Bernatzik. “Aufgrund unserer guten Vorausplanung, eines effizienten Sparprogramms und innovativen Angeboten sind wir mit einem blauen Auge davongekommen”, betonte der Airline-Chef.

So reduzierte InterSky etwa bei den privaten Fluggästen die Ticketpreise um bis zu zehn Prozent, um mehr Passagiere anzulocken. Dazu kamen Rabatte für Gruppen, Studenten und Schüler sowie eine Aktion für Erstflieger. “Alle diese Aktionen haben sich positiv auf die Buchungszahlen ausgewirkt und zeigen, dass sich die Wirtschaft langsam erholt”, erklärte der Geschäftsführer.

Inzwischen ortete InterSky weitere Entspannungssignale: Im ersten Quartal 2010 nahmen die Vorausbuchungen im Vergleich zum Vorjahresvergleichszeitraum um rund 30 Prozent zu. Für 2010 wurde daher das Umsatzziel mit 30 Mio. Euro festgelegt, was einem Zuwachs von 15 Prozent entspräche.

Ab Mai 2010 wird die Airline neu täglich zweimal eine Verbindung nach Düsseldorf anbieten. Durch die neue Strecke erwarte man bis zu 40.000 zusätzliche Passagiere, damit soll 2010 die Marke von 300.000 Fluggästen in Reichweite kommen. “Um die neue Strecke bedienen zu können, hat InterSky vorerst ein Flugzeug geleast. Im Laufe des Jahres soll die Maschine jedoch durch eine neue Dash 8-300 ersetzt werden”, verkündete Bernatzik.

Für 2011 hat die Airline weitere Expansionspläne: Zusätzlich sollen dann große Flieger mit 70 bis 80 Sitzplätzen für InterSky im Einsatz sein. “Die Verhandlungen hierfür laufen derzeit auf Hochtouren. Im Zusammenhang mit dem Flottenausbau sind auch neue Standorte in Österreich und Deutschland geplant”, so der Geschäftsführer.

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