Intensivstation voll: Krebs-OP in Wiener Spital abgesagt

Die Krebs-OP eines Oberösterreichers wurde am Mittwoch in einem Wiener Spital in letzter Minute abgesagt.
Die Krebs-OP eines Oberösterreichers wurde am Mittwoch in einem Wiener Spital in letzter Minute abgesagt. ©APA/BARBARA GINDL
Mittwochabend wurde die Krebs-Operation eines schwer erkrankten Oberösterreichers in einem Wiener Spital abgesagt. Der Grund: Die Intensivstation sei mit Corona-Patienten belegt.

In letzter Minute ist am Mittwoch eine Operation eines schwer an Krebs erkrankten Oberösterreichers in einem Wiener Krankenhaus abgesagt worden. Der Grund: Die Intensivstation des Krankenhauses sei mit Covid-19-Patienten belegt und das für den Krebspatienten gedachte Bett sei doch nicht frei geworden, berichtete die "Kronen Zeitung" online. Am Abend schilderte der Betroffene auch im "ORF Oberösterreich heute" und "Wien heute" seinen Fall.

Krebs-OP im Wiener Krankenhaus im letzten Moment abgesagt

Bei dem Patienten handelt es sich um Thomas Stadlbauer, bis vor kurzem Büroleiter von oberösterreichischen Landesrat Stefan Kaineder (Grüne), bestätigte dessen Büro. Für Mittwoch war der für den 46-Jährigen lebensnotwendige Eingriff vorgesehen gewesen. Dem Spital sei aber nichts anders übrig geblieben, als den bereits für die OP vorbereiteten Patienten wird zu entlassen. Auf dem Weg zurück nach Linz informierte er Freunde und Bekannten: "Gerade wurde ich auf dem Weg in den OP gestoppt und nach Hause geschickt, da die Covid-Patienten den letzten Intensivplatz belegen", zitierte die "Krone" aus der Mitteilung. Stadlbauer zeigte vollstes Verständnis für das Krankenhauspersonal. "Was ich nie verstanden habe, ist, dass Coronaleugner und Maßnahmengegner nie daran denken, dass es beim Impfen um Fremd- und Eigenschutz geht. Es wird nur die Impfpflicht sein, die uns befreit - und diese kommt durch die Schwäche der Politik viel zu spät", wurde er weiter zitiert.

Krebspatient: "Mir ist es nicht egal, denn es geht um mein Leben"

Er könne auch nicht verstehen, warum man einen "milliardenfach verabreichten Impfstoff" ablehne, sich aber "für Urlaubsreisen problemlos gegen Krankheiten impfen lasse, egal wie erprobt ein Impfstoff" sei, drückte er seine Enttäuschung aus. "Aber mir ist es nicht egal, denn es geht um mein Leben und darum, ob ich meine Kinder aufwachsen sehen kann", sagt der schwerkranke, werdende Vater.

(APA/Red)

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