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Initiative "Courage" meldet Quartiere für 3.188 Flüchtlinge aus Griechenland

Die Lage in Griechenland spitzt sich immer mehr zu.
Die Lage in Griechenland spitzt sich immer mehr zu. ©AP
Die Initiative "Courage" hat Quartiere für 3.188 Flüchtlinge gemeldet. Laut eigenen Angaben gab es Zusagen von Quartieren aus allen Bundesländern.

Die Initiative "Courage - Mut zur Menschlichkeit" hat nach eigenen Angaben Zusagen für Quartiere erhalten, die die Aufnahme von 3.188 Menschen aus griechischen Flüchtlingslagern ermöglichen würden. Außerdem haben sich laut einer Aussendung über 500 Helferinnen und Helfer sowie 2.500 Unterstützer gemeldet. Initiatorin Katharina Stemberger fordert die Regierung daher auf, "nicht länger vorsätzlich die Rettung von Menschen aus der Lagerhölle von Lesbos zu verhindern".

Stemberger: "Lage auf Lesbos spitzt sich immer weiter zu"

"Die Lage auf Lesbos spitzt sich immer weiter zu, denn der Winter auf den griechischen Inseln ist kalt, nass und windig. Die Zustände dort sind lebensbedrohlich", kritisierte Stemberger. Österreich trage nicht nur aufgrund seiner unterlassenen Hilfeleistung Mitschuld an dieser Situation, sondern auch als "Scharfmacher". Auch die Caritas hat zuletzt darauf hingewiesen, dass die Flüchtlingszelte auf Lesbos nicht winterfest seien. Laut Ärzte ohne Grenzen fehlen auch sauberes Trinkwasser, Nahrung und medizinische Versorgung. Und auf Samos habe man sogar Kinder wegen Rattenbissen behandeln müssen.

Quartier-Zusagen aus allen Bundesländern

Besonders viele Quartier-Zusagen meldet die Initiative "Courage" aus Oberösterreich (998), Tirol (538), Kärnten (471), Vorarlberg (449) und Wien (325). Aus der Steiermark wurden 285, aus dem Burgenland 60, aus Salzburg 42 und aus Niederösterreich 20 Quartiere gemeldet. Nicht eingerechnet seien dabei leer stehende Unterkünfte des Bundes wie in Steinhaus am Semmering, wo wegen eines Kündigungsverzichts bis 2029 45.000 Euro Monatsmiete für ein ungenutztes Gebäude anfallen, betonte "Courage".

Beteiligt haben sich den Angaben zufolge Organisationen, Religionsgemeinschaften, Gemeinden und Privatpersonen. Außerdem seien Helfer bereit, Deutschkurse, Freizeitangebote und Lernhilfen zu organisieren. Darunter seien auch viele Personen, die schon seit 2015 Erfahrung im Umgang mit geflüchteten Menschen haben oder ehemalige Flüchtlinge, die sich nun engagieren wollen.

(APA/Red)

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