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inatura-Eröffnung: Ein besonderer Tag

Die ganze Nacht wurde durchgearbeitet, noch in der Früh flatterten die Nerven des inatura-Teams. Rechtzeitig zu Beginn des Festaktes konnte Entwarnung gegeben werden: Die letzte Vitrine war eingerichtet, der letzte Nagel geschlagen.

Was 1994, als erstmals über eine neue Naturschau geredet wurde, niemand zu glauben wagte, wurde gestern wahr: Das 12,5-Millionen-Euro-Projekt inatura ist Wirklichkeit geworden. Nicht zuletzt wegen der Zähigkeit, die inatura-Leiterin Margit Schmid an den Tag legte. Sie hat es geschafft, die Politiker aus Stadt und Land zu bewegen, das nötige Geld für ein Museum der etwas anderen Art locker zu machen. Dafür handelte sie sich in der Finanzabteilung den Spitznamen „teuerste Frau des Rathauses ein“, wie der Dornbirner Bürgermeister Wolfgang Rümmele dem Publikum verriet.

„Oase in der Stadt“

Das Stadtoberhaupt ist überzeugt, dass sich die Investition gelohnt hat. Nicht nur, weil Dornbirn über ein einzigartiges Museum verfügt, sondern weil es gelungen ist, ein Industriedenkmal zu erhalten. Außerdem erhofft er sich einen Aufschwung des Tourismus und eine weitere Belebung der Innenstadt. Der eigentliche „Clou“ aber sei die gelungene Verknüpfung von zwei Ideen – die notwendige Erneuerung der Naturschau und die Weiterentwicklung des ehemaligen Industriegeländes im engeren Stadtzentrum.

Damit ist er einer Meinung mit Landeshauptmann Herbert Sausgruber, der von einer „Oase mitten in der Stadt“ sprach. Gemeint ist damit auch der rund 2,5 Hektar große Stadtgarten, der gestern ebenfalls an die Bevölkerung übergeben wurde.

Ans Rednerpult trat auch Dr. Walter Schwimmer, Generalsekretär des Europarates. Für ihn ist die inatura weit mehr als ein lokales Projekt: „Was in Dornbirn geschaffen wurde, hat eine europaweite Dimension“. Schwimmer, dessen Großmutter aus dem Dornbirner Stadtteil Hatlerdorf stammte, wurde der Respekt vor der Natur sozusagen in die Wiege gelegt, wie er erzählte: Sein Großvater war stolzer Besitzer einer 30.000 Exemplare umfassenden Pflanzensammlung.

Weitere Pläne

Margit Schmid kann sich vorstellen, dass sich die inatura noch weiter entwickeln wird, weil sich die Gebäude geradezu für die Realisierung neuer Ideen anbieten. Die nächste Attraktion wartet schon: Noch im Sommer soll eine große Voliere im Freigelände eröffnet werden. Um ein weiteres Highlight wird Schmid noch kämpfen müssen: Ihr Wunsch ist ein Aussichtsturm auf dem Gelände, damit die Besucher die Anlagen aus luftiger Höhe bewundern können. Ob es dafür Geld aus der Stadt- oder Landeskasse gibt, ist eher unwahrscheinlich, ließ Landeshauptmann Sausgruber durchblicken. Er empfahl der inatura-Chefin, sich nach einem finanzkräftigen privaten Sponsor umzusehen.

Eröffnungsfest

Bereits gestern Nachmittag, kurz nach dem offiziellen Festakt, setzte der erste Ansturm auf die inatura ein, denn viele wollten die Premiere live miterleben.

Am Samstag und Sonntag geht das Eröffnungsfest weiter. Auf dem Programm stehen an beiden Tagen Auftritte bekannter Bands, Blasmusik, Tanz sowie Live-Demonstrationen im Museum und auf dem Freigelände. Nicht zu kurz kommen auch die kleinen Besucher. Für sie gibt es ein eigenes Kinderprogramm.

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