"Ich bin eine gute Mutter!"

Die extrovertierte Designerin redet im Radio hemmungslos über Sex, hat einige Beauty-OPs hinter sich und gilt als Femme fatale. Na, mit so jemandem muss man doch mal essen gehen!

Sie sei nicht die Hellste, die ultimative Männermörderin und vor allem eine schlechte Mutter. Das ist quasi die Quintessenz dessen, was man von Mausi Lugners Busenfreundin Isabella Meus zu wissen glaubt. Und dass sie an allen sichtbaren und unsichtbaren Körperstellen operiert sein soll. Doch wie macht man jetzt aus dem Konjunktiv einen Indikativ? Am besten bei einem gemütlichen Abendessen!

“Meine Kindheit war heftig”

“Puh, ich sag dir, viel zu viel Sport …” Ein wenig abgehetzt rauscht Madame Meus in weißem Tanktop und dunkler Hose heran. “Hab den vollen Muskelkater, echt arg!” Hinsetzen. “Ein Glas Soda-Zitron, bitte, und einen Muskateller”, ordert sie wie aus der Pistole geschossen. Wir sitzen im aktuellen In-Lokal am Wiener Naschmarkt, dem “Neni”. Da braucht die 27-Jährige keinen Blick auf die Karte zu werfen, sie isst hier täglich. Und noch während man sich fragt, welches Thema man als Amuse-Gueule serviert, bringt sie selbst eins auf den Tisch: ihre Kindheit.

Heftig war die, nickt sie. Geboren in Polen, mit zehn Jahren samt Mama und Papa, beide Polen, ab nach Wien. Mit 14 kam sie drauf, dass ihr Papa gar nicht ihr Papa ist. Ihr echter Vater ist nämlich Philippiner und noch vor ihrer Geburt wieder in seine Heimat zurückgekehrt. “Das zu erkennen, das war schon ein harter Schlag”, erinnert sie sich und nippt an ihrem Weinglas. Doch es war nicht der härteste im Leben der Isabella Meus, denn Schläge gab es in ihrer Kindheit genug.

“Ich bin eine gute Mutter!”

“Ich bin in einem sehr gewalttätigen Umfeld aufgewachsen, ich wurde eigentlich von all meinen direkten Verwandten verprügelt”, sagt sie fast ein wenig beiläufig und fügt bestimmt hinzu: “Daher wird es nie vorkommen, dass ich meinen Sohn schlage. Niemals!” Sie macht eine kleine Pause, wirft ? wie um sich von etwas zu befreien ? doch noch einen Blick auf die Speisekarte.

Über ihr wirken die großen, hellen Holztramen jetzt fast bedrohlich und die metallisch schimmernden Zierteile in den Zwischenräumen eiskalt. Meus hebt den Kopf, sagt ganz lapidar: “Bis ich meinen jetzigen Freund kennengelernt hab, hatte ich einen kräftigen Vaterkomplex.”

Punkt. Das war?s mit der Kindheit. Die will sie hinter sich lassen, daran hat sie schon zu lange gekiefelt, hat versucht, Dinge zu verstehen, die sie vielleicht nie verstehen wird können. Aber ebendiese Erfahrungen haben sie auch in die Arme ihrer großen Liebe geführt: des 26 Jahre älteren Schönheits-Docs Artur Worseg. Die zwei sind nach vielen On-off-Spielchen heute zwar kein Paar mehr, haben aber einen gemeinsamen Sohn ? Paris, 4. “Artur ist mein Lebensmensch”, hat Meus für sich erkannt. “Wir leben auch noch zusammen. Ich will nicht, dass Paris sich verlassen fühlt. Ich will, dass er so heranwachsen kann, sich so entfalten kann, wie er ist. Ohne heftige äußere Einflüsse. Auch wenn es oft anders dargestellt wird ? ich bin eine gute Mutter!”

Angst vor Isabella?

Alles schön und gut, aber was bitte sagt denn ihr neuer Freund, der Musiker Sascha Weisz, auch bekannt als DJ Mega-blast, dazu? “Ach, der ist da ganz cool, der kann das ganz gut handeln.? Piep, piep, piep. Ein SMS. “Wart, ich muss kurz telefonieren.” ? “Nein, bin noch beim Interview. Ja, dauert noch a bissi. Zwanzig Minuten? Okay!” Na, zum Glück haben wir schon bestellt, sonst würde das jetzt ein wenig stressig werden. Ein gegrillter Branzino landet vor Meus auf dem Tisch, wir bleiben aber noch ein bisschen bei ihren Männern. “Im Facebook hab ich den Sascha kennengelernt”,

schmunzelt sie zwischen erstem und zweitem Bissen. “Wir haben uns viele Wochen einfach nur geschrieben, ohne uns zu sehen.” Bissen drei, vier. “Da lernt man sich ganz anders kennen. Es ist irgendwie ehrlicher.” Bissen fünf, sechs. “Und man erkennt gleich, ob der Mensch kommunizieren kann. Denn Menschen, die sich nicht mitteilen können, mit denen fang ich nicht viel an. Und sie mit mir nicht.”

Apropos ? wie geht’s eigentlich Busenfreundin Christina Lugner? “Wir sind nach wie vor gut befreundet, sie kann jederzeit zu mir kommen, ich werde für sie da sein. Aber wir leben inzwischen beide einfach ganz unterschiedliche Leben.” Sonst, andere Freunde? “Ich hab nicht viele Menschen um mich, das war schon immer so?, stellt Meus ohne jegliche Sentimentalität klar. “Viele Leute haben einfach Angst vor mir, vor meinem Auftreten, vor meiner

Extrovertiertheit.”

Das gesamte Interview, in dem Isabella Meus über ihre Beauty-OPs, sexuelle Praktiken und ihre Zukunft im TV spricht, können Sie im Seitenblicke Magazin 36/09 lesen.

(Interview: Jonny Stühlinger/Foto: Rene Wallentin)

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