Hoyzer sagt in Feldkirch als Zeuge aus

Fußballschiedsrichter Robert Hoyzer soll am Feldkircher Landesgericht als Zeuge aussagen. Er soll in einem Medienprozess gegen die "Neue Vorarlberger Tageszeitung" aussagen.

Im Medienprozess der drei ehemaligen SW-Bregenz-Spieler Almir Tolja, Dejan Grabic und Asmir Ikanovic gegen die „Neue Vorarlberger Tageszeitung“ („Neue“) und zwei ihrer Redakteure wegen übler Nachrede und Verleumdung erwartet man sich von der Aussage Hoyzers neue Aufschlüsse. Am Landesgericht geht man davon aus, dass Hoyzer sich in Feldkirch einfinden wird.

Die „Neue Vorarlberger Tageszeitung“ hat im Februar dieses Jahres im Zusammenhang mit dem Fußball-Wettskandal in Deutschland die Namen der drei Spieler genannt und den Verdacht geäußert, Torhüter Tolja, Mittelfeldspieler Grabic und Verteidiger Ikanovic seien mit 60.000 Euro bestochen worden und hätten Spiele manipuliert. Der Prozess wegen übler Nachrede und Verleumdung wurde bereits mehrmals vertagt. Die Spieler verlangen jeweils rund 36.000 Euro von der „Neue“. Eine Gegendarstellung musste die Tageszeitung bereits im April veröffentlichen.

Hoyzer hat nach Angaben von Spieler-Anwalt Nicolas Stieger schon in Berlin vor dem Rechtshilfegericht zu einer möglichen Verstrickung von SW Bregenz in den deutschen Wettskandal Stellung genommen. Einen Spieler-Namen habe Hoyzer dabei nicht genannt, sagte Stieger gegenüber der APA. In einem Interview mit der „Neue“ hat Hoyzer im September bekräftigt, dass bei SW Bregenz Spiele manipuliert worden seien. Außer dem Tormann, dessen Namen Hoyzer nicht angeben konnte („Ich habe mich zum damaligen Zeitpunkt nicht für irgendwelche Namen interessiert“) seien auch Feldspieler beteiligt gewesen, sagte der ehemalige Schiedsrichter.

Der deutsche Skandal-Schiedsrichter Robert Hoyzer ist am 17. November im Fußball-Betrugsprozess am Berliner Landgericht zu zwei Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt worden. Hoyzer hat gegen das Urteil allerdings berufen. Bis zu einem Urteilsspruch des Bundesgerichtshofes in Leipzig, der möglicherweise erst in der zweiten Jahreshälfte 2006 gefällt wird, bleibt der ehemalige Schiedsrichter auf freiem Fuß.

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