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Hochwasser nähert sich Wien: Dramatische Lage an der Donau

Hochwasser nähert sich Wien
Hochwasser nähert sich Wien ©Sven P./Leserreporter VIENNA.AT
Der Osten Österreichs kämpft nach wie vor gegen das Hochwasser. Entlang der Donau bahnt sich das Wasser seinen Weg nach Wien und der Pegel soll noch weiter steigen. Die Helfer sind rund um die Uhr im Einsatz.
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Das massive Hochwasser hat an der Donau die Stromproduktion in den Laufkraftwerken noch stärker eingeschränkt. Mittlerweile stehen die meisten Donaukraftwerke still, hieß es in einer Aussendung am Dienstag, den 4. Juni. Der Stillstand der Anlagen könnte noch Tage dauern. Wann wieder alle Werke an der Donau im Vollbetrieb stehen, lasse sich derzeit aber nicht seriös abschätzen.

Hochwasser nähert sich Wien

Das Hochwasser nähert sich nun langsam Wien. Die Wiener Gewässerabteilung MA 45 rechnete damit, dass die Werte der Flut von 2002 in den nächsten 24 bis 48 Stunden überschritten werden. Die Donauinsel soll die meisten Wassermassen abfangen, da sie vor allem als Schutz gegründet wurde. Die dank der Aufschüttung entstandene Neue Donau fungiert seit beinahe 30 Jahren als wirksames Entlastungsgerinne, wie sich etwa bei der großen Flut 2002 zeigte. Donauinsel und Neue Donau liegen im Bereich des nach der Flussregulierung angelegten Überschwemmungsgebietes.

Die Diskussionen um die Verbesserungen des Schutzes vor Überflutung begannen nach dem katastrophalen Hochwasser von 1954. Die zwischen Donau und Entlastungsgerinne aufgeschüttete Donauinsel ist gut 21 Kilometer lang und durchschnittlich 400 Meter breit. Sie verfügt über einen eigenen U-Bahn-Anschluss.

Dramatische Lage entlang der Donau

Die Situation in Wien, Ober- und Niederösterreich bleibt weiter durchaus kritisch. Für ganz Österreich gilt ein Gefahrenzonenplan: Rote und gelbe Zonen signalisieren Hochwasser- Lawinen- und Murengefährdete Regionen, in denen nicht oder nur mit Auflage gebaut werden darf. Doch diese Gefahrenzonenpläne existieren zum Teil nur auf dem Papier. Denn laut Umweltministerium stehen österreichweit 400.000 Gebäude in diesen Zonen.

In Niederösterreich haben Einsatzkräfte bis Dienstagvormittag 238 Menschen geborgen. Einen “Hotspot” gab es seit den frühen Morgenstunden in der Gemeinde Mautern (Bezirk Krems). Im teilweise überfluteten Ort sind etwa 70 Häuser und 200 Menschen direkt betroffen, 25 Personen mussten evakuiert werden. Der entstandene Schaden am Feuerwehrhaus und an den im Areal verbliebenen Gerätschaften – trotz weitgehender Räumung – sei noch nicht abschätzbar.

Gratis-Bier für alle Helfer

Die aktuelle Hochwasserkatastrophe in großen Teilen Österreichs ruft auch Unternehmen mit Ideen zur Unterstützung von Flutopfern auf den Plan. So bietet die Brau Union Österreich betroffenen Gastronomen 150 Liter Getränke kostenlos an – Bier oder alkoholfreies Bier, Radler sowie Pago oder Gasteiner können von den zuständigen Verkäufern angefordert werden.

Der Baustoffhändler bauMax stellt ab sofort in den betroffenen Gebieten gratis Schutt- und Sandsäcke bereit, die als Damm vor dem Wasser schützen und die Aufräumarbeiten erleichtern sollen. Ab heute Dienstag werden in zahlreiche Schuttsäcke, die auch als Sandsäcke verwendet werden können, bereit gestellt. Weiters gewährt bauMax zusätzlich Preisnachlässe von 20 Prozent auf das gesamte Sortiment.

Hochwasser-Opfer erhalten Hilfe

Wer aufgrund von Hochwasserschäden neue Elektrogeräte anschaffen muss, kann eine Sonderaktion von AEG nutzen. Zwei verschiedene Typen Waschmaschinen, ein Wäschetrockner und eine Gefriertruhe werden mit Sonderrabatten von bis zu 150 Euro gestützt. Betroffene erhalten diesen Rabatt gegen Vorlage einer Bescheinigung von der Gemeinde, dass sie Opfer der Flut geworden sind, bei jedem Elektrofachhändler in den Bundesländern Tirol, Salzburg, Oberösterreich und Niederösterreich, teilt die Firma am Dienstag in einer Aussendung mit. Weitere Hilfe gibt es hier:

  • BAWAG P.S.K. Soforthilfe: Eine nicht zurückzuzahlende Soforthilfe bis zu 1.000 Euro pro Familie kann in jeder Filiale gegen Vorlage von Rechnungen beantragt werden. Die günstigeren Konsum- und Wohnbaukredite können sowohl bei Kreditneuaufnahmen als auch bei bereits bestehenden Finanzierungen genutzt und bis zum 30. Juni beantragt werden. Den selbst betroffenen BAWAG PSK-Mitarbeitern wird ein Sonderurlaub bis zu drei Tagen gewährt.
  • Bank Austria Hilfe: Bis zu einer Höhe von 50.000 Euro bietet die Bank “Soforthilfe-Finanzierungsangebote zum Selbstkostenpreis” an. Beim Kredit fallen keine Bearbeitungsgebühren an. Für Firmenkunden werde es darüber hinausgehend “spezielle Angebote”, ebenfalls zum Selbstkostenpreis geben. Zudem hat die Bank Austria eine Spendenaktion ins Leben gerufen: Unter dem Spendenkonto 10002935301, Bankleitzahl 12000 kann man Soforthilfe zweckgebunden an die Hochwasserhilfe an das Rote Kreuz leisten.
  • Die Wiener Wirtschaftskammer hat einen Notlagenfonds eingerichtet, um jenen Unternehmen in der Bundeshauptstadt zu helfen, die vom Hochwasser betroffen sind. Es können ab sofort bis zu 10.000 Euro als nicht-zurückzuzahlende Zuschüsse beantragt werden. Informationen dazu gibt es unter der Telefonnummer 01 51450 1010.

Auch die österreichische Regierung verspricht den Opfern rasche Hilfe. Die Bundesregierung wird im Bedarfsfall die Mittel des Katastrophenfonds aufstocken, sollte dies in Folge des aktuellen Hochwassers notwendig sein.

Donau-Pegel steigt weiter an

Während im Westen sukzessive immer mehr Straßen wieder freigegeben werden konnten, war am Dienstag in Ober- und Niederösterreich die Hochwassersituation weiterhin angespannt. Auch in Wien waren Straßen überflutet, informierte der ÖAMTC. Mit massiven Beeinträchtigungen war auch weiterhin im Bahnverkehr zu rechnen. In Wien stand die A4 bei der Stadionbrücke unter Wasser, im Frühverkehr bildeten sich Staus. Ebenfalls überflutet war die Alberner Hafenzufahrtsstraße.

Obwohl der Verlauf des Hochwassers 2013 mit jenem im August 2002 kaum vergleichbar ist, so ist das Resultat für den mächtigen Strom stets dasselbe: So viel Fluten aufnehmen, wie nur möglich. Erst in den Nachtstunden wird nach Angaben des Hydrografischen Dienstes des Landes Niederösterreich der Hochwasser-Scheitel in der Wachau erwartet. Der Donau-Pegel steige “schleichend”.

(Red./APA)

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