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"Help U" am Karlsplatz vergrößern?

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Seit einem Jahr sind die orange gekleideten Mediatoren des Projekts „Help U“ am Wiener Karlsplatz aktiv. Nun steht die Entscheidung an, ob das Projekt am Drogenbrennpunkt nach Jahresende fortgeführt und sogar auf weitere Orte ausgedehnt wird.

Dass es in der bisherigen Form weitergeht, scheint aber relativ sicher zu sein, bestätigte Sozialstadträtin Renate Brauner (S) im APA-Gespräch.

Bis Ende September laufe eine Evaluierung, die man natürlich abwarte. „Ich bin mir aber ziemlich sicher, nach den Erfahrungen, die wir gemacht haben, dass die positiv ausgeht“, so Brauner zuversichtlich. Es handle sich bei „Help U“ schließlich um ein „Win-Win-Win-Projekt“, von dem Anrainer, Kunden und die jeweiligen Unternehmen profitieren würden.

Deshalb befinde man sich bereits in konstruktiven Gesprächen mit den ÖBB, um das Projekt auszuweiten. Demnach könnten die orangen Teams bei den großen Wiener Bahnhöfen und auch dem geplanten Hauptbahnhof aktiv werden. Diese Einsätze könnten noch im Jahresverlauf 2007 erfolgen. Dabei werde man an der bewährten Co-Finanzierung zwischen Stadt und Wiener Linien oder in diesem Falle der ÖBB festhalten, so Brauner.

Auch der Wiener Drogenkoordinator Michael Dressel bestätigte der APA: „Im Grunde genommen ist so gut wie klar, dass das Projekt weitergeführt wird.“ Seit September 2005 seien über 20.000 Interventionen am Karlsplatz gesetzt worden. Diese hätten die objektive Sicherheit und das subjektive Sicherheitsgefühl deutlich gesteigert. „Help U ist vom Karlsplatz nicht mehr wegzudenken“, so Dressel.

Die sieben Mitarbeiter rekrutieren sich je zur Hälfte aus der Sucht- und Drogenkoordination Wien und den Wiener Linien, die sich auch die Kosten von 640.000 Euro bis Ende Dezember teilen. Die Mediatoren werden etwa in gesundheitlichen Notfällen aktiv, schreiten bei Konflikten ein und geben Informationen – auch über das U-Bahn-Netz – weiter. Bisher sei das Team in 60 Prozent der Fälle auf Eigeninitiative eingeschritten, in den übrigen 40 Prozent auf Anforderung tätig geworden.

Die „Help U“-Mitarbeiter fungieren dabei als Ansprechpartner für alle Beteiligten – von Touristen und Geschäftsleuten über Suchtkranke, die Polizei und die Rettung. Im Sommer zwischen 7.00 Uhr und 21.00 Uhr und im Winter zwischen 8.00 Uhr und 23.00 Uhr ist das Team im Einsatz – mit orangen Poloshirts mit großem Help U-Aufdruck, bei dem das U dem U-Bahn-Symbol gleicht. Neben den „patrouillierenden“ Mediatoren gibt es beim U-Bahn-Ausgang Resselpark auch eine fixe Anlaufstelle.

Strache: Schluss mit Kuschelkurs

Die am Freitag in Aussicht gestellte Verlängerung des Mediatorenprojekts „Help U“ am Wiener Karlsplatz stößt bei FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache auf Ablehnung. Das von Sozialstadträtin Renate Brauner (S) geförderte Modell bekämpfe die Suchtmittelkriminalität nicht nachhaltig, so Strache. Man brauche dagegen genügend Therapieplätze und die gesetzlichen Möglichkeiten, Therapie auch gegen den Willen von Drogenkranken durchzusetzen.

Deshalb sei es notwendig, „den Kuschelkurs“ der SPÖ-Stadtregierung gegenüber Kriminellen zu beenden.

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