Heimserie hält – Capitals besiegen Linz nach Verlängerung!

In der 25. Runde in der Erste Bank Eishockey Liga empfingen die Vienna Capitals den EHC LIWEST Linz. Die Capitals feierten dabei den zwölften Heimsieg in Serie. Für Gesprächsstoff sorgte ein Ausraster von Rafael Rotter in Verlängerung. Der 23-jährige insultierte einen (der schwachen) Schiedsrichter aus Slowenien.
Eishockey, Capitals, Linz

Traumstart für die Capitals – Linz dreht das Spiel

Für die Gastgeber begann das Spiel wunschgemäß. Mit der ersten Offensivaktion gingen die Wiener in Überzahl durch Larose bereits nach 78 Sekunden in Führung. Wer dachte, dass die Führung den Capitals Sicherheit gab der irrte gewaltig. Linz kam mit Fortdauer des Abschnitts immer besser ins Spiel und konnte sich im Spiel fünf gegen fünf Vorteile erarbeiten. Diese Überlegenheit nützten die Gäste aus Oberösterreicher innerhalb von 131 Sekunden mit zwei Treffern aus. Purdie (10.) und Ward (12.) sorgten für die nicht unverdiente Führung für die Oberösterreicher.

Knapp drei Minute später erzielten die Capitals – nach sehenswerter Kombination in Überzahl – den Ausgleich durch David Rodman (14.).

Capitals im Mittelabschnitt effektiver – Lange Überzahl für Linz bleibt ungenutzt

Im Mittelabschnitt erwischten die Capitals wieder einen idealen Start. Im Anschluss an eine Überzahlsituation erzielte Benoit Gratton die erneute Führung für die Capitals. In der Folge mussten die Gastgeber mehrere Minuten in Unterzahl überstehen. Ofner und Bouchard mussten für insgesamt sechs Minuten in die Kühlbox. Mit Glück, Geschick und einigen sehenswerten Paraden von Goalie Penker überstanden die Gastgeber diese Phase ohne weiteren Gegentreffer.

In der 36. Spielminuten zeigten die ‚fürchterlichen Zwillinge’ der Capitals ihre Einzelklasse. Nach Zuspiel von Gratton erhöhte Fortier auf 4:2 für die Gastgeber.

Idealer Start für die Linzer in den letzten Abschnitt – Spiel geht in Verlängerung

Zum Beginn des letzten Abschnitts hatten die Gäste aus Oberösterreich eine Überzahlsituation (Dan Björnlie saß bei den Gastgebern auf der Strafbank). Nach nur 21 Sekunden nutzte MacDonald diesen Vorteil aus und brauchte die Oberösterreicher zurück ins Spiel. Neun Minuten später glich Philipp Lukas für die Linzer aus.

In der Folge konzentrierten sich beide Teams auf ihre Aufgaben in der Defensive. Das logische Resultat – Verlängerung!

Emotionale Verlängerung – Capitals gewinnen in letzter Sekunde

In der Verlängerung gingen die Emotionen mehrere Male hoch. Die Capitals fühlten sich in mehreren Situationen von den (schwachen) Schiedsrichtern benachteiligt. In der 64. Minute eskalierte das Spiel. Nach einem Stockfoul von McKenzie an Rafael Rotter brannten beim Wiener die Nerven durch. Nach einer Attacke gegen den Schiedsrichter – der das Vergehen nicht anzeigte – droht dem 23-jährigen eine längere Sperre.

Als sich die Teams und die Zuschauer auf eine Entscheidung im Penaltyschießen einstellten entschieden die Capitals das Spiel. Nach Zuspiel von Fortier und Björnlie erzielte Kapitän Gratton den entscheidenden Treffer.

Kevin Gaudet (Vienna Capitals): „Es war das erwartet harte Spiel, das wir am Ende aber verdient gewonnen haben. Die Linzer sind einfach eine sehr gefährliche Mannschaft, sie machen aus wenigen Chancen viele Tore. Die Situation mit Rafael Rotter und dem Schiedsrichter sollte natürlich nicht passieren, aber in der Emotion passieren viele Sachen. Er hat wegen seinem blutenden Auge überreagiert. Ich hoffe, dass der Strafsenat das entsprechend mildernd wertet.“

Kim Collins (Linz): Vor dem Spiel wäre ich mit dem Punkt zufrieden gewesen. Jetzt bin ich es aber nicht mehr ganz. Wir waren über weite Strecken gleichwertig und hätten das Spiel auch gewinnen können. Am Ende hat die Effektivität für die Capitals entschieden. In unserer Situation sind wir aber mit dem Auswärtspunkt sehr wichtig.

Vienna Capitals – Linz 5:4 n.V. (2:2 2:0 0:2/1:0)

Wien, Albert-Schultz-Halle, 3.750, SR Lesniak/Trilar

Tore: Larose (2./PP), D. Rodman (14./PP), Gratton (23., 65.), Fortier (36.) bzw. Purdie (10.), Ward (12.), MacDonald (41./PP), Ph. Lukas (50.)

Strafminuten: 15 plus Matchstrafe Rotter bzw. 19 plus Spieldauerdisziplinar McKenzie.

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