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18 Tote nach Hauseinsturz in Istanbul

Zwei weitere Todesopfer wurden geborgen
Zwei weitere Todesopfer wurden geborgen ©APA (AFP)
Drei Tage nach dem Einsturz eines Wohnhauses in Istanbul ist die Zahl der Todesopfer auf 18 gestiegen. Es sei wahrscheinlich, dass noch weitere Leichen gefunden würden, sagte Innenminister Süleyman Soylu am Samstag. "Wenn Gott es will, werden wir zu unseren Bürgern unter den Trümmern durchkommen", meinte Soylu. Wie viele Menschen noch vermisst würden, wollte er nicht sagen.

Das Haus im Stadtteil Kartal auf der asiatischen Seite der türkischen Großstadt, das unterschiedlichen Angaben zufolge sieben oder acht Stockwerke hatte, war am Mittwochnachmittag aus unbekannten Gründen in sich zusammengefallen. Am Samstag waren drei Leichen geborgen worden, darunter die eines 44 Jahre alten Mannes und eines einjährigen Mädchens. Nach einem Bericht des staatlichen Senders TRT wurden bisher 14 Menschen aus den Trümmern gerettet. Sieben von ihnen wurden demnach auf Intensivstationen in Krankenhäusern betreut.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan besuchte am Samstag zunächst den Unglücksort und später einige der Opfer in einem Krankenhaus. Aus dem Vorfall müssten Lehren gezogen werden, sagte er zu Reportern.

Zehn Gebäude in der Nachbarschaft seien aus Sicherheitsgründen evakuiert worden, sagte der Minister für Umwelt und Stadtplanung, Murat Kurum, am Samstag. Die Einsturzursache werde noch untersucht. Erste Untersuchungen hätten aber die Verwendung qualitativ schlechter Baumaterialien ans Licht gebracht, sagte Kurum. Er rief die Anrainer auf, den Behörden mögliche Risiken zu melden.

Türkischen Medien zufolge zeigte das Unglück Probleme mit illegalen Konstruktionen. Zudem wiesen Medienberichte auf die Gefährdung des Landes durch Erdbeben hin. Die Türkei hat in der Vergangenheit schwere Erdbeben erlebt. Bei einem Beben in der Nähe von Istanbul waren 1999 mehr als 17.000 Menschen ums Leben gekommen. Erdogan bestätigte am Samstag, dass die oberen fünf Stockwerke des Gebäudes ohne Baugenehmigung entstanden seien.

(APA/dpa)

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