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Hauptbahnhof Wien: Drei Jahre Großprojekt

Die Bauarbeiten am Hauptbahnhof Wien gehen nach drei Jahren langsam dem Ende zu
Die Bauarbeiten am Hauptbahnhof Wien gehen nach drei Jahren langsam dem Ende zu ©APA
Vor drei Jahren begannen die Bauarbeiten am Hauptbahnhof Wien. Dabei gab es die letzten Jahre reichlich Kritik: Keine Anbindung an die U-Bahn, keine Standseilbahn und deutlich höhere Kosten. Mittlerweile hat der Bahnhof den Teilbetrieb aufgenommen.
Teilbetrieb aufgenommen
Pleiten, Pech und Pannen
Bilder vom Hautbahnhof
Bilder von Bauarbeiten

Am 4. Jänner 2010 starteten die Bauarbeiten am Wiener Hauptbahnhof. Der Bahnhof wurde 1955 und 1961 von Heinrich Hrdlicka erbaut, der mit dem Genäude Süd- und Ostbahnhof verband. 49 Jahre nach seiner Errichtung begann man damals mit dem Abriss des Gebäudes, danach wurden Türen, Fenster und Einbauten entfernt. Im Anschluss verschwanden die oberirdischen Gebäudeteile, gefolgt von Arbeiten im Bunker, der sich unter dem Südbahnhof befand. Als Ersatz wurde der Bahnhof Meidling audgewählt.

Seitdem zieren zahlreiche Baukräne, Lkws und Bauarbeiten die Baustelle im 10. Bezirk. Auch die Stadt Wien plante reichlich: Neben dem neuen Bahnhof, wurde auch das Verkehrsnetz ausgebaut und ein eigenes Viertel geplant. Probleme blieben dabei nicht aus.

Probleme des Großprojektes

Die Liste der Pannen ist lang, wenn es um das größte Prestigeprojekt der Stadt Wien geht: Der Bahnhof kostet mehr als das Doppelte jener Summe, die Anfang berechnet wurde. Geplant waren 420 Millionen Euro, nun entnimmt man den jüngsten Veröffentlichungen der ÖBB einen Betrag von rund 1 Milliarde Euro. Die Gründe liegen seitens der Stadt und der Projektleitung bei der stärkeren Inflation, unerwarteten Erschwernissen, Schlechtwetter und falsche Schätzungen.

Weiter gibt es keine  U-Bahn-Anbindung. Die U1 fährt am Bahnhof vorbei und auch die Verlängerung der U2 verfehlt den Hauptbahnhof. Argumentiert wird das vonseiten der ÖBB damit, dass die Anbindung technisch nicht möglich sei. 2009 wurde eine Standseilbahn (“Cable Liner”) präsentiert, der Passagiere zwischen Bahnhof und U-Bahn bringen sollte. Die Kosten für dieses Projekt explodierten jedoch bereits in der Planungsphase und musste somit verworfen werden. Pannen gab es auch bei der Ausschreibung für die Bahnhofshalle, dem geplanten ÖBB-Hauptquartier und der Fertigstellung des Hauptbahnhofs, welcher nicht 2013, sondern 2016 eröffnet werden soll.

Hauptbahnhof Wien: 3 Jahre Bauarbeiten

Trotz der Kritik wird seit drei Jahren am Hauptbahnhof gebaut. Anfang Dezember wurde dann auch der Teilbetrieb aufgenommen. Auch mit den Bauarbeiten im Sonnenviertel, der Gelmut-Zilk-Park und am Bildungscampus zeigt man sich zufrieden. Im Herbst 2013 sollen dann 1160 Wohnungen im Sonnwendviertel bezogen werden. Die ersten Dachgleichen konnten bereits gefeiert werden. Bereits 2013 werden hier die ersten Bewohner einziehen.

Die Wiener Linien verlängern außerdem die Straßenbahn-Linie D um eine Station “Hauptbahnhof Ost”. Dafür wurden 1.300 Gleismeter verwendet, die Bauzeit belief sich auf sieben Monate. Ebenso fahren die Autobuslinien 13A bzw. 69A den Hauptbahnhof direkt an. Die ehemalige U1-Station “Südtiroler Platz” heißt ab 9.12. “Südtiroler Platz-Hauptbahnhof”. Die Benennung der Stationen sorgte schon für Wirbel, viele meinen, dass die Beschriftungen für Verwirrung sorgen werden.

Auch für den Straßenverkehr ist der Hauptbahnhof bereits freigegeben. Dafür wurden die Argentinierstraße, die Gertrude-Fröhlich-Sandner-Straße verlängert. Die Bauarbeiten an den Straßen sind jedoch noch nicht beendet. 

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