Handy-Telefonieren im Urlaub – meist zu EU-Höchstpreisen

Telefonieren im EU-Ausland ist seit vorigem Sommer nicht mehr so teuer! Aber: Die Roamingpreise kleben noch stark an den EU-Höchstpreisen fest. Video im Bericht

Einiges ist auch einfacher: Die Netzwahl im Urlaubsland kann nun schon öfter dem Handy überlassen werden, da die Roaming-gebühren der Anbieter häufig netzunabhängig gleich sind. In den untersuchten Nicht-EU-Ländern Türkei und Kroatien ist es meist teurer und auch die Preisunterschiede sind groß. Das zeigt ein aktueller AK Test bei sechs Handyanbietern für fünf beliebte Urlaubsländer.

Gesprächsminute kostet maximal 59 Cent

Die AK hat im Juni die Tarife von A1, Drei, T-Mobile, One, Tele.Ring und Yesss für Griechenland, Italien, Spanien, die Türkei und Kroatien erhoben. Wer im Urlaub in der EU mit seinem Handy telefoniert, muss bei Anrufen nach Hause nicht mehr ganz so tief in die Tasche greifen: Die untersuchten Gesprächsminuten kosteten vor der EU-Preisregelung noch bis zu rund einem Euro (bei Vertragstarifen), nun maximal 59 Cent.

Wer angerufen wird im Urlaub, zahlt Passivgebühren für die Weiterleitung des Gesprächs von Österreich ins Urlaubsland: 2007 noch bis zu 81 Cent (bei Vertragstarifen), nun maximal 29 Cent. Für die Nicht-EU-Länder Kroatien und die Türkei gelten die EU-Roaming-Höchstpreise nicht.

Roaming-Gebühren an Höchstgrenze

Neu ist für alle untersuchten Länder, dass die Roamingpreise eines Anbieters im Urlaubsland jetzt oft netzunabhängig gleich sind. Das bedeutet, statt programmierter Netzwahl kann sich das Handy in das stärkste Netz einwählen (bei T-Mobile, One, Tele.Ring, Yesss). Auch Haupt- und Nebenzeiten spielen beim Telefonieren keine Rolle mehr. Und: Die Gesprächsaufbau-gebühren sind in Italien und Spanien gefallen.

Billigere Roamingpreise gibt es nun für Vertrags- und Wertkarten-Handys. Sie nähern sich in den EU-Ländern an, befinden sich aber zumeist an der EU-Höchstgrenze von 29 Cent pro Minute (Passivgebühren) und 59 Cent in der Minute (aktive Gespräche). Ausnahme: Drei – bei aktiven und passiven Gesprächen deutlich unter der EU-Höchstgrenze.

Was Anrufe von Griechenland oder Spanien kosten

So kosten Anrufe von Griechenland oder Spanien nach Österreich 45 Cent (Drei) bis 59 Cent (A1-bob) pro Minute. Wer angerufen wird, zahlt 25 Cent (Drei) bis 29 Cent pro Minute (A1-Traveler, A1-bob, A-1Championmobil). Wer von Italien nach Hause ruft, muss mit 49 Cent (A1-Traveler) bis 59 Cent in der Minute (A1-bob) rechnen. Bei Drei sind die Preise wie zu Hause. Die Passivrufe kosten null (Drei) bis 29 Cent in der Minute (A1-bob, A1-Championmobil).

Wer vom Nicht-EU-Land Kroatien heim anruft …

Wer vom Nicht-EU-Land Kroatien heim anruft, zahlt 49 Cent (A1-Traveler) bis zwei Euro in der Minute (One), für Passivrufe 29 Cent (A1-Traveler) bis 1,25 Euro pro Minute (One). Auch Türkei-UrlauberInnen zahlen für Calls ins Alpenland 49 Cent (A1-Traveler) bis 2,50 Euro pro Minute (A1-bob). Für Passivrufe bewegen sich die Preise von 29 Cent (A1-Traveler) bis zu 1,25 Euro (One) in der Minute.

Für SMS sind die Preise meist gleich geblieben

Für SMS sind die Preise in den untersuchten Ländern meist gleich geblieben im Vergleich zu 2007. Urlauber müssen in der Regel mit 25 bis 30 Cent pro SMS rechnen.

Quelle: Arbeiterkammer Vorarlberg

  • VIENNA.AT
  • Wirtschaft
  • Handy-Telefonieren im Urlaub – meist zu EU-Höchstpreisen
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen