"Hakenkreuz-Opfer" nach möglicher Inszenierung in Wiener Neustadt vor Gericht

Das "Hakenkreuz-Opfer" muss sich nun selbst vor Gericht verantworten.
Das "Hakenkreuz-Opfer" muss sich nun selbst vor Gericht verantworten. ©APA
Am Montag muss sich der Niederösterreicher wegen Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung und anderen Delikten verantworten. Der damals 52-Jährige soll im Februar einen Angriff auf sich inszeniert und sich ein Hakenkreuz in die Brust geritzt haben. Auch seine Frau ist angeklagt.
"Ermittlungen in alle Richtungen"
Verletzungen selbst zugefügt

Der Mann hatte angezeigt, nahe seines Wohnhauses überfallen worden zu sein, wobei ihm die Verletzungen zugefügt worden seien. Im Zuge der Ermittlungen erhärtete sich allerdings der Verdacht der Kriminalisten, dass das “Opfer” selbst dafür verantwortlich sein könnte. Einem psychiatrischen Sachverständigen zufolge habe der Verdächtige “ein gesteigertes Verlangen nach Aufmerksamkeit”, schrieb der “Kurier” im Juli. Hintergrund der Causa sei ein jahrelanger Nachbarschaftsstreit.

Der Schichtarbeiter hatte erstmals im September des Vorjahres angegeben, in Bad Fischau von drei vermummten Tätern in der Nacht vom Fahrrad gerissen worden zu sein und ein Hakenkreuz in die Stirn geritzt bekommen zu haben. Der verdächtige Schwiegersohn des Nachbarn wurde nach drei Monaten U-Haft knapp vor Weihnachten 2015 aus Mangel an Beweisen freigesprochen.

(APA/Red)

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