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Häupl lehnt FP-Kandidaten Krauss für Amt im Wiener Stadtschulrat ab

Häupl hat sich gegen den umstritteten Kandidaten Krauss (l.) entschieden
Häupl hat sich gegen den umstritteten Kandidaten Krauss (l.) entschieden ©APA
Paukenschlag nach der langen Diskussion um den umstrittenen Kandidaten für die Position des Vizepräsidenten im Stadtschulrat, den Burschenschafter Maximilian Krauss. Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl wird den von der FPÖ nominierten 21-Jährigen nicht in die Funktion berufen.
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Kritik an Krauss-Entscheidung

Dass Krauss von Häupl nicht ins Amt berufen wird, teilte ein Sprecher des Bürgermeisters am Montag mit. Bereits in der Früh habe Häupl den Klubobmann der FPÖ im Rathaus, Johann Gudenus, zu einem Gespräch getroffen.

Häupl: Aus für FPÖ-Krauss

Dort habe der Bürgermeister Gudenus mitgeteilt, dass eine Bestellung von Krauss nicht möglich sei. Die FPÖ sei ersucht worden, einen neuen Kandidaten zu nominieren, hieß es.

Günther bleibt vorerst im Amt

Der amtierende Vizepräsident im Stadtschulrat, Helmut Günther, wird noch weiter amtieren – auch wenn er dies nicht will. Laut Häupl-Büro wird der Bürgermeister das Rücktrittsgesuch nicht annehmen. Häupl wird Günther erst abberufen, wenn ein neuer FPÖ-Kandidat nominiert ist.

Laut dem Sprecher ergeht nun ein Schreiben an die Kollegiumsfraktion der FPÖ im Stadtschulrat, die formal das Recht hat, einen neuen Bewerber zu nennen. Darin werde ersucht, einen Vorschlag für die Besetzung des Vize-Postens zu unterbreiten, hieß es.

FPÖ hat Recht auf Stadtschulrat-Vize-Posten

Die FPÖ hat als derzeit zweitstärkste Fraktion im Gemeinderat das Recht auf das Amt des Vizepräsidenten. Dieser übt lediglich eine Kontrollfunktion aus, als Stellertreter des jeweiligen amtsführenden Präsidenten fungiert er nicht. Die Bestellung selbst erfolgt jedoch durch den Landeshauptmann.

“Türkenbürgermeister” und Co.

Häupl hat bereits zuletzt wiederholt Aussagen von Krauss kritisiert. Dass dieser etwa die chemische Kastration von Kinderschändern gefordert habe, sei “ein Wahnsinn”, so der Bürgermeister. Krauss wiederum hatte Häupl als “Türken-Bürgermeister” bezeichnet. Gegen die Kandidatur von Krauss waren zuletzt auch Schüler-Organisationen aufgetreten.

(apa/red)

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